Wer eine PV-Anlage, Wärmepumpe oder Wallbox installieren möchte, braucht das passende Messkonzept.
Hier erklären wir dir einfach und verständlich die drei am häufigsten genutzten Messkonzepte. 

 

 

 

 

Was ist ein Messkonzept?

Ein Messkonzept legt fest, wo und wie dein Strom gemessen wird, wenn du in deinem Gebäude oder Betrieb eine eigene Anlage zur Stromerzeugung – zum Beispiel eine Photovoltaikanlage – betreibst.

Es beschreibt also den „Bauplan“ der Strommessung, damit Erzeugung, Verbrauch und Einspeisung später korrekt abgerechnet werden können.

Ein Messkonzept definiert:

  • Was genau gemessen wird – also wie viel Strom du ins Netz einspeist, selbst verbrauchst oder vom Netz beziehst
  • Welche und wie viele Stromzähler benötigt werden
  • Die Art und Anzahl deiner Erzeugungsanlagen und steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (z. B. Wärmepumpen, Wallboxen und Batteriespeicher)
  • Wie die Datenanbindung zu Energiemanagementsystemen oder lokalen Steuerungen erfolgt

Die drei häufigsten Messkonzepte im Überblick

  • Messkonzept 1
  • Messkonzept 2
  • Messkonzept 3
Privatkunden Photovoltikanlage

Mit diesem Messkonzept deckst du zuerst deinen Eigenbedarf, ohne steuerbare Verbrauchseinrichtungen (SteuVE), mit deinem selbst erzeugtem Strom. Überschüssige Energie fließt automatisch ins öffentliche Netz.

Messkonzept 1 im Detail
Installation einer Wallbox

Deinen selbst erzeugten Strom nutzt du zunächst für deinen Haushalt, deine steuerbaren Verbraucher und zum Laden deines Stromspeichers. Überschüssige Energie wird automatisch ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
Ein Zähler erfasst dabei genau, wie viel Strom du beziehst und wie viel du ins Netz einspeist.

Auch bekannt als Modul 1 des §14a EnWG

Messkonzept 2 im Detail
Mehr zum Stromspeicher erfahren

Deinen selbst erzeugten Strom nutzt du zunächst für deinen Haushalt, deine steuerbaren Verbraucher und zum Laden deines Stromspeichers. Überschüssige Energie wird automatisch ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
Zwei Zähler erfassen dabei genau, wie viel Strom du beziehst und wie viel du ins Netz einspeist.

Auch bekannt als Modul 2 des §14a EnWG

Messkonzept 3 im Detail

Erklärung der Messkonzepte

Messkonzept 1: Überschusseinspeisung mit Batteriespeicher

Messkonzept 1

Bei diesem Messkonzept nutzt du deinen selbst erzeugten Strom zunächst für den Eigenverbrauch und zum Laden deines Stromspeichers. Überschüssige Energie fließt automatisch ins öffentliche Netz.

Dafür genügt ein einziger Zähler. Er erfasst sowohl den Strom deiner Haushaltsgeräte als auch die Einspeisung ins Netz.

Du hast also: 

  • eine Stromerzeugungsanlage wie z.B. eine Photovoltaikanlage,
  • einen Batteriespeicher, der mit deinem erzeugtem Strom geladen wird,
  • nicht steuerbare Verbrauchseinrichtungen, also deinen Haushaltsverbrauch,
  • einen Zweirichtungszähler, der sowohl deinen Netzbezug als auch deine Einspeisung misst.

Erzeugungsanlage mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, weiteren Verbrauchern und Batteriespeicher

Messkonzept 2

Messkonzept 2: Mit der Messung über einen Zähler

Bei diesem Messkonzept nutzt du ebenfalls deinen selbst erzeugten Strom zuerst für den Eigenverbrauch inkl. steuerbare Verbrauchseinrichtungen und lädst deinen Stromspeicher. Überschüssige Energie, die du nicht selbst benötigst, wird automatisch in das öffentliche Netz eingespeist.

Ein einziger Stromzähler erfasst dabei alle relevanten Energieflüsse:

  • Er misst den gesamten Stromverbrauch deines Haushalts, also sowohl den Verbrauch der nicht steuerbaren Geräte wie Haushaltsgeräte oder Beleuchtung als auch der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpe oder Wallbox.
  • Zusätzlich erfasst er die Einspeisung in das öffentliche Netz über das zweite Zählerwerk.

Du hast also:

  • eine Stromerzeugungsanlage wie z.B. eine Photovoltaikanlage
  • einen Batteriespeicher, der mit deinem erzeugten Strom geladen wird
  • steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpe oder Wallbox
  • nicht steuerbare Verbrauchseinrichtungen, also deinen normalen Haushaltsverbrauch
  • einen Zweirichtungszähler, der sowohl Netzbezug als auch Einspeisung misst

Messkonzept 3: Mit der Messung über zwei Zähler

Messkonzept 3

Messkonzept 3 entspricht in der Funktionsweise Messkonzept 2 und unterscheidet sich lediglich dadurch, dass hier zwei Zähler zum Einsatz kommen.

  • Zähler 2 erfasst den Verbrauch der nicht steuerbaren Verbraucher, also deinen normalen Haushaltsstrom.
  • Zähler 1 erfasst den gesamten Stromverbrauch, also die Summe aus steuerbaren und nicht steuerbaren Verbrauchern. Zusätzlich misst ein weiteres Zählwerk die Einspeisung ins Netz.

Durch die Differenz zwischen Zähler 1 und Zähler 2 lässt sich der Verbrauch der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen genau ermitteln.

Vergleich von Messkonzept 2 und 3

Messung über einen Zähler (gemeinsame Messung)

  • Nur einen Zählergrundpreis zu zahlen
  • Keine Sonderkonditionen bei Stromtarifen
  • Pauschalbetrag zwischen 110 € und 190 € brutto von dem Netzbetreiber zur Netzentgeltrückerstattung

Messung über zwei Zähler (getrennte Messung)

  • Höherer Grundpreis durch zwei Zähler
  • Günstigere Stromtarife, für deine steuerbare Verbrauchseinrichtungen, durch reduzierte Netzentgelte

Um von den günstigeren Konditionen zu profitieren, müssen steuerbare Verbrauchseinrichtungen ab dem 01.01.2024 aktiv als "Modul 2" gemeldet werden. Mehr zu den Neuerungen des §14a EnWG erfährst du hier.

Bei unseren Sondertarifen mit 24 Monaten Laufzeit und einem Pauschalbetrag des Netzbetreibers (Entlastungsbetrag Netznutzungsentgelte) von 120 € für die gemeinsame Messung über einen Zähler, lohnt sich eine getrennte Messung ab einem Jahresbezug, aus dem öffentlichen Stromnetz, von etwa 3.200 kWh der steuerbaren Verbrauchseinrichtung. Liegt der Verbrauch darunter, ist die gemeinsame Messung kostengünstiger.

Stand der Berechnung: Januar 2026

Fragen? Hier sind die Antworten

Ab wann benötige ich ein Messkonzept?

Sobald du eine Photovoltaikanlage oder eine andere erneuerbare Energieanlage ans Stromnetz anschließen möchtest – oder steuerbare Verbraucher wie Wärmepumpen, E-Ladestationen oder Batteriespeicher planst – brauchst du ein passendes Messkonzept.
Denn, dieses legt fest, wie Stromerzeugung, -verbrauch und -einspeisung gemessen und abgerechnet werden.

Welches Messkonzept ist das richtige für mich?

Das hängt von deiner Anlagenkonfiguration und deinem Energieverbrauch ab.
Damit du den Überblick behältst, erklären wir dir auf dieser Seite die drei am häufigsten genutzten Messkonzepte – einfach, verständlich und mit Beispielen, damit du schnell herausfindest, welches zu dir passt.

Alle weiteren Messkonzepte findest du bei deinem Netzbetreiber. 

Ab wann lohnt sich eine getrennte Messung?

Bei unserem Sondertarif OrtenauÖkostrom 24 und einem Pauschalbetrag des Netzbetreibers von etwa 120 € für die gemeinsame Messung lohnt sich eine getrennte Messung ab einem Jahresbezug von rund 3.200 kWh der steuerbaren Verbrauchseinrichtung.
Liegt der Bezug aus dem öffentlichen Stromnetz darunter, ist die gemeinsame Messung in der Regel die kostengünstigere Variante.

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Bei Fragen zu unseren Tarifen und Energielösungen erreichst du uns unter:
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