Strom in der Region

Auftanken mit sauberem Strom

Autohaus Opel Linck setzt auf E-Mobilität.

Autohaus Opel Linck hat vier Ladesäulen zum Betanken von Hybrid- und E-Fahrzeugen.

© Dimitri Dell

29. Juli 2021 - Lesezeit: 5 Min

Intelligente Ladelösung

Auch bei Opel Linck in Offenburg hat der Siegeszug der E-Mobilität für Veränderung gesorgt. Seit Frühjahr vergangenen Jahres können Hybrid- und E-Fahrzeuge dort an insgesamt vier Wandladestationen, sogenannten Wallboxen, „betankt” werden. Geschäftsführer Thomas Färber zieht nach 365 Tagen Bilanz und erläutert im Gespräch, was es bei der Installation zu beachten galt, wieso er sich für das E-Werk Mittelbaden als Partner entschieden hat und wie er die Zukunft der Elektromobilität sieht.

Erste E-Modelle seit 2020

„Wir sind sehr zufrieden mit unseren Wallboxen“, erläutert Färber und erzählt, wie genau es dazu kam, dass diese bei Opel Linck montiert wurden. „Opel hat 2020 mit dem Corsa-e sein erstes Elektromodell auf den Markt gebracht. Wenn wir ein solches Fahrzeug im Portfolio haben, müssen wir es natürlich irgendwo laden können. Da ist es nur logisch, dass man als Händler aktiv werden und entsprechende Möglichkeiten schaffen muss.“ Doch das Thema ist auch längst eines, das von den Herstellern vorangetrieben wird. „Natürlich spricht der PSA-Konzern, zu dem auch die Marke Opel gehört, da ein Wörtchen mit. Man hat sich bei uns gemeldet und uns mitgeteilt, dass wir aufgrund unserer Größe und unseres Verkaufsvolumens vier Wallboxen benötigen.“ Als ihm dabei allerdings ein externes Unternehmen geschickt werden sollte, um die Ladeboxen zu installieren, beschloss Färber, seinen eigenen Weg zu gehen.

„Wir haben so viele Kunden aus der Region, dass ich in dieser Frage lieber auf ein Unternehmen aus der Gegend setzen wollte. Mir ist Regionalität sehr wichtig“, so Färber. Und was lag da näher, als sich an das E-Werk Mittelbaden zu wenden?

„Wir sind ja quasi Nachbarn, die Geschäftsstelle Offenburg liegt schräg gegenüber unseres Autohauses“, sagt der Chef lachend. So kam schließlich der Kontakt zustande.

Installiert sind zwei Wallboxen in der Werkstatt und zwei auf dem Parkplatz vor dem Haus. Diese Verteilung sei praktisch, wie Thomas Färber weiß. „In der Werkshalle brauche ich unbedingt Ladepunkte, um E-Fahrzeuge vor, während oder nach ihrer Reparatur aufladen zu können. An die Säulen auf dem Hof hingegen können Mietfahrzeuge oder Vorführwagen gehängt werden.“ Außerdem sehe es ja ganz cool aus, wenn da ein Kabel in den Autos steckt und es leuchtet und blinkt, meint Färber, „von den praktischen Gesichtspunkten mal ganz abgesehen“.

Zwei Werkstatt-Wallboxen setzt Opel Linck für Fahrzeuge in der Reparatur ein. © Dimitri Dell.
© Dimitri Dell

Zwei weitere Boxen bis 2023

Über die technischen Herausforderungen bei der Montage der Wandladestationen bei Opel Linck informiert Michael Damian vom E-Werk Mittelbaden: „Zunächst war natürlich eine Überprüfung notwendig, welche Ladeleistung möglich ist. In manchen Fällen muss es einen Netzausbau geben, um die Funktionsfähigkeit der Wallboxen sicherzustellen.“ Bei Opel Linck sei das aber nicht der Fall gewesen. Da die intensive Nutzung von Hebebühnen und Kompressoren in einem Autohaus aber viel Strom verbraucht, stattete das E-Werk Mittelbaden die vier Ladesäulen mit einem sogenannten Master-Slave-System aus, welches Ladeleistungen von bis zu 22 kW sicherstellen kann. Droht bei Inbetriebnahme einer oder mehrerer Wallboxen eine Überlastung des Stromnetzes, wird ihre Leistung entsprechend gedrosselt, um eine Überforderung des Anschlusses zu vermeiden. „Wir sprechen hier auch von intelligentem Lastmanagement“, so Damian. Auf diese Weise konnten alle technischen Vorgaben von PSA – nämlich mindestens 11 Kilowatt Ladeleistung pro Wallbox – erfüllt werden. Bezuschusst wurde die Installation teilweise vom Land, das nicht nur Käufer von E-Autos fördert, sondern auch Unternehmen, die Wallboxen aufstellen und hierfür Strom aus erneuerbaren Energien verwenden.

Thomas Färber geht davon aus, dass es in seinem Autohaus nicht sehr lange bei vier Wallboxen bleiben wird. „Bis 2023 werden wohl nochmal zwei weitere hinzukommen, eine Schnellladestation ist ebenfalls vorgesehen.“

Das alles sei der rasanten Entwicklung der E-Mobilität geschuldet. Bereits jetzt betrage der Anteil an E-Fahrzeugen im Kleinwagensegment bei Opel Linck rund 40 Prozent, Tendenz steigend. Aber nicht nur bei Pkws sieht Färber Potenzial, in Zukunft werden auch E-Transporter der Marke Opel von sich reden machen. „Mit einer Reichweite von bis zu 330 Kilometern sind sie für Handwerker sehr interessant“, meint der Händler. Man darf also gespannt sein, wie diese rasante Entwicklung in den kommenden Jahren weitergeht.

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