Energie für Champions

Nachhaltig Energiesparen: Mit diesen Tipps klappt’s

So einfach ist es, den Energieeinsatz in den eigenen vier Wänden zu senken.

Mann liest

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19. März 2021 - Lesezeit: 8 Min

Nachhaltig Energie einsetzen spart bares Geld

Mindestens einmal pro Jahr flattert sie ins Haus – die Stromrechnung. Gerade in den heizintensiven Monaten und mit Blick auf die vielen aktuellen Homeoffice-Tage kann einem da schon mal mulmig werden. Doch muss das wirklich sein? Wir finden nein! Denn mit unseren Insider-Tipps rund ums Energiesparen drückst du nicht nur den Gesamtbetrag bei der nächsten Abrechnung – zugleich bist du nachhaltig und umweltschonend unterwegs.

 

Energielabel Waschmaschine
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1. TV und Unterhaltungselektronik: Sag Stand-by „goodbye“

  • Manche Geräte sind so gut wie immer „unter Strom“. Das kostet unnötig Energie. Wusstest du, dass du alleine durch regelmäßiges Ausschalten deines Fernsehers jährlich rund 20 Euro* Stromkosten sparen kannst? *Kalkulation bei 20 Stunden Stand-by-Modus pro Tag)
     
  • Grundsätzlich solltest du den Netzschaltern all deiner Haushaltsgeräte immer wieder Pausen gönnen. Verteilersteckdosen mit eingebautem Ausschalter schaffen hier Abhilfe. Denn mit ihnen verhinderst du, dass Geräte im Stand-by-Modus unnötig Strom verbrauchen.
     
  • Möchtest du eine größere Anzahl an Geräten verwalten, kannst du zusätzlich zur Mehrfachsteckdose eine Funksteckdose als Hauptschalter einsetzen. Das ermöglicht dir, alle Anlagen und Geräte bequem per Funkfernbedienung ein- und auszuschalten. Wichtig: Achte bei Steckdosenleisten stets auf Prüf-Zeichen wie das „GS“- oder „VDE“-Siegel mit konkreter Angabe der Prüfstelle.
     
  • Bei der Anschaffung neuer Geräte solltest du die gängigen Energielabel im Blick haben. Diese informieren über die Energie-Eigenschaften eines Geräts – also auch den kalkulierten Stromverbrauch in Kilowattstunden pro Jahr. In Deutschland sind das Umweltzeichen „Blauer Engel“ der Bundesregierung sowie das europaweite „EU-Energielabel“ mit Angabe von Energieeffizienzklassen inzwischen Standard. Seit März 2021 existiert ein weiterentwickeltes EU-Energielabel, das die Energieeffizienz von Geräten in einer Ampelskala von A (beste) bis G (schlechteste) kategorisiert. Dieses Bewertungsschema ist, anders als bislang, für alle Gerätetypen im Haushalt gleich und schafft noch mehr Transparenz.

Kochen
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2. So geht energieeffizientes Kochen, Spülen und Kühlen 

  • Beim Kochen gilt: immer einen Deckel nutzen und den Topf auf der richtigen Platte erhitzen. Das spart Zeit und somit Energie. Wenn du nur für ein oder zwei Personen kochst, greife auf ein der Menge entsprechendes, kleines Kochbehältnis zurück. Gerade bei Gerichten mit längeren Koch- oder Backzeiten kannst du die Herdplatten oder den Ofen etwa zehn Minuten früher abschalten und die Resthitze zur Endzubereitung der Gerichte verwenden.
  • Fürs Spülen reichen 50 Grad Celsius (z. B. in der ECO-Stufe) für normale Verschmutzungen völlig aus. Wichtig auch: den Geschirrspüler immer erst dann laufen lassen, wenn er auch wirklich voll ist.
  • Mit Blick auf den Kühlschrank sollte häufiges und langes Öffnen vermieden werden. Sieben Grad Kühltemperatur sind übrigens absolut ausreichend.

Waschen und bügeln
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3. Waschen und Bügeln: 40 Grad und Restwärme nutzen

  • Besonders in Haushalten mit mehreren Familienmitgliedern kommt schnell ein ordentlicher Wäscheberg zusammen. Für normal verschmutzte Wäsche sind hierbei Waschprogramme mit 40 Grad Celsius zu empfehlen. Fürs stromsparende Trocknen im Anschluss ist ein handelsüblicher Wäscheständer optimal.
     
  • Ähnlich wie beim Kochen kannst du auch beim Bügeln mit Restwärme arbeiten und so Energie sparen. Hierzu einfach das Bügeleisen etwas früher ausstecken und die letzten Hemden und Shirts mit dem noch heißen Eisen glätten. Speziell dünne Stoffe, wie beispielsweise bei Tüchern, kannst du auch gestapelt übereinanderlegen und in einem Rutsch bügeln. Generell gilt: immer nur jene Kleidungsstücke bügeln, bei denen es wirklich notwendig ist.

Verschiedene Lampenarten
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4. Es werde Licht – aber nur da, wo auch du bist

Dass energieeffiziente LED-Lampen stromfressenden Glühbirnen vorzuziehen sind, ist nicht neu. Allerdings ist der richtige Umgang mit Beleuchtungen fürs Energiesparen mindestens genauso wichtig. Wer einen Raum verlässt, sollte stets das Licht ausschalten. Den gesamten Wohnraum zu beleuchten, ist hingegen selten sinnvoll. In Wohnbereichen, in denen du dich nur kurz aufhältst, kannst du über die Installation von Bewegungsmeldern nachdenken.

„Energiesparen gelingt bereits durch den Einbau effizienter Heizsysteme und kluges Einstellen der Raumtemperatur. Machen Sie mit!“

Konrad Geppert, Energieberater / Fotocredit: Michael Bode, Kresse & Discher

Die größten Energieverbraucher im Haushalt

Wenn es draußen kalt ist, wird drinnen mehr Energie für die Heizung und Aufbereitung von Warmwasser benötigt. Nach Berechnungen des Energiekonzerns E.ON verbrauchen deutsche Haushalte in der kühleren Jahreszeit durchschnittlich 40 Prozent mehr Energie als in den Sommermonaten. Gerade der Anteil für die Warmwasseraufbereitung und Raumheizung fällt ins Gewicht. Denn dieser liegt bei einem durchschnittlichen Privathaushalt hierzulande bei rund 90 Prozent des Gesamt-Energiebedarfs. Doch keine Sorge: Auch hier gibt es einige schlichte Tricks, mit denen sich die Energiekosten im Rahmen halten lassen.

Thermostat Heizung
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5. Bewusst heizen statt „verheizen“

Ganz gleich, welche Heizungsart in deinen vier Wänden für Wohlbehagen sorgt: Befolgst du die folgenden Punkte, sparst du in Summe jede Menge Energie – und peppst darüber hinaus deine Ökobilanz auf!

  • Alle Heizkörper frei halten, damit die Wärme verlustfrei in den Raum strömen kann.
  • Gering frequentierte Wohnbereiche etwas weniger beheizen.
  • Heizung regelmäßig entlüften und ältere Modelle vom Fachmann checken lassen.
  • Mithilfe von Smart-Home-Apps den Heizrhythmus dem eigenen Alltag anpassen.
  • Kurzes Stoßlüften mit Querlüften (Durchzug) ist effektiver als Fensterkippen.
  • Nach dem Backen im Winter: Hitze aus dem Ofen zum Wärmen nutzen.
  • Beim Wasser auf Spartasten und wassersparende Armaturen sowie Duschköpfe setzen.
  • Duschen dem Baden in der Wanne vorziehen.
  • Redundante Heizgeräte, wie etwa einen Heizlüfter, nur im Notfall nutzen.

Heizen mit Wärmepumpe

Energieberater Konrad Geppert rät Verbrauchern bei diesem Thema zur Installation einer Heizung mit Wärmepumpe. Grund: „Diese braucht für den Betrieb verglichen mit einer Nachtspeicherheizung nur etwa ein Drittel des Stroms und ist in Sachen Nachhaltigkeit unübertroffen.“ Dies liege daran, dass „Wärmepumpen rund 75 Prozent der Energie aus natürlichen Wärmequellen wie Luft, Erde oder Wasser beziehen“. Übrigens: Intelligente Wärmepumpen kannst du auch im Rundum-sorglos-Paket des E-Werk Mittelbaden mit einer risikofreien Laufzeit von 15 Jahren pachten. Natürlich inklusive Installation einer leistungsstarken Wärmepumpe und samt fachgerechter Wartung, Versicherung sowie Instandhaltung.

6.   Einmal pro Jahr einen hydraulischen Abgleich machen

Gerade bei Heizungen mit zentraler Umwälzpumpe sorgt ein hydraulischer Abgleich dafür, dass ein gleichbleibender Druck in allen Heizungsleitungen gewährleistet wird. Dies bewirkt eine gleichmäßige Erwärmung aller in einem System angeschlossenen Heizkörper. Neben dem Kostenfaktor hilft ein Abgleich auch dabei, störende Fließgeräusche des Heizwassers in der Anlage zu reduzieren und so für eine höhere Energieeffizienz zu sorgen. Dies wiederum kommt auch der Umwelt zugute. „Obwohl es seit diesem Jahr keine staatliche Förderung für einen Pumpenaustausch sowie den hydraulischen Abgleich mehr gibt, lassen sich durch den Wechsel auf hocheffiziente Pumpen jährlich bis zu 100 Euro Energiekosten sparen. Nach spätestens vier Jahren sind die anfänglichen Investitionskosten in aller Regel amortisiert. Dies gibt es bei keinem anderen Bauteil im Heizungsbau!“, so der Experte.

Homeoffice
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Veränderte Strombilanz durch Homeoffice

Fakt ist: So viel Homeoffice wie während der Pandemie gab es in Deutschland noch nie! Deshalb zum Abschluss ein Technik-Tipp für die heimischen Laptops, PCs und Tablets.

7.   Energiespar- und Ruhemodus verwenden 

Neben den bereits oben präsentierten ausschaltbaren Steckdosenleisten kannst du am Heimarbeitsplatz bei jeder noch so kleinen oder großen Arbeitsunterbrechung für Energieentlastung sorgen. Nutze dazu bei jeder Pause den Energiesparmodus deines PCs. Das geht bei Windows, Apple oder allen sonstigen Herstellern über gesonderte Schaltflächen im Hauptmenü. Damit wird verhindert, dass dein Arbeitsgerät – gerade an langen Winter-Homeoffice-Tagen – über viele Stunden im Vollbetrieb läuft.

Bist du für längere Zeit nicht am Rechner, lautet die Devise „ausschalten“ oder zumindest in den stromsparenden Ruhezustand wechseln. Denn dann hat auch der Stromzähler mal Pause.

Welche Energiespar-Potenziale schlummern sonst noch im Haushalt?

Vereinbare mit Energieberater Konrad Geppert deinen persönlichen Beratungstermin.

Gerne per Mail an

geppert.konrad [at] e-werk-mittelbaden.de

oder telefonisch unter 07821 280-223.

 

 

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