Strom in der Region

Offenburger Baugenossenschaft bietet Ladepark für Mieter

Die Oststadt macht mobil! Offenburger Baugenossenschaft und E-Werk Mittelbaden bauen Ladepark für E-Autos

Ladepark Offenburger Baugenossenschaft

© Michael Bode

18. Januar 2022 - Lesezeit: 5 Min

Einstige Brachfläche wird zum begehrten Parkplatz

Die Oststadt macht mobil! In Zusammenarbeit mit dem E-Werk Mittelbaden hat die Offenburger Baugenossenschaft (OBG) einen Ladepark für acht Stromer bauen lassen – auf einer einstigen Brachfläche zwischen der Schaible- und der Josef-Kohler-Straße (dem ehemaligen Galgenfeld). Rund 500 der insgesamt 800 von der OBG verwalteten Mietwohnungen befinden sich in diesem Viertel. Jetzt warten die Stellflächen auf Mieter. „Nach der neuen Rechtslage sollte jedem Mieter mit einer Garage grundsätzlich die Möglichkeit gegeben werden, Wallboxen anzubringen“, erklärt OBG-Geschäftsführer Markus Kohler. „Wir wollten einfach einen Schritt schneller sein und haben uns entschlossen, diesen Ladepark zu bauen." So schlägt die Genossenschaft zwei Fliegen mit einer Klappe: Man positioniert sich klimafreundlich und löst akute Parkplatznot. „Die herrscht immer“, so Kohler.

„Aber für uns war klar: Wenn wir hier Parkplätze bauen, dann nur für Fahrzeuge, die man weder hört noch riecht, also Elektroautos." (OBG-Geschäftsführer Markus Kohler)

Die ersten Gespräche führte die OBG Mitte vergangenen Jahrs mit dem E-Werk Mittelbaden – man wurde sich schnell einig und die Umsetzung konnte beginnen. Investiert wurden rund 70 000 Euro. „Entstanden ist ein Ladepark, der sogar ausbaufähig ist, das gibt der Netzanschluss her“, erklärt Michael Mathuni vom E-Werk Mittelbaden. Die Abrechnung erfolgt automatisch, um Betriebsführung und Fernüberwachung kümmert sich das E-Werk Mittelbaden. „Ein echt gelungenes Projekt“, findet Mathuni. Die Stellplätze sollen jetzt fest an einzelne Bewohner vermietet werden, die wiederum mit dem E-Werk Mittelbaden einen Stromliefervertrag abschließen werden. Zahlreiche Anfragen für die Stellplätze gebe es bereits.

Kein Platz für Verbrenner

„Unsere Anwohner hatten wir frühzeitig über den Bau der umweltfreundlichen Parkflächen informiert“, erklärt Kohler. Gerade zu Beginn habe sich die Begeisterung in Grenzen gehalten. Wer will schon einen Parkplatz unterm Balkon? „In vielen Gesprächen wurde das Verständnis dafür aber immer größer, schließlich leisten wir so einen Beitrag zu klimafreundlicher Mobilität.“ Einzige Bedingung: Keiner der Stellplätze wird an einen Mieter überlassen, der in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor unterwegs ist, selbst wenn dann die ein oder andere Stellfläche noch eine Weile leersteht.

 

Der Grundgedanke der Offenburger Baugenossenschaft

Die Offenburger Baugenossenschaft wurde 1913 als gemeinnützige Baugenossenschaft Offenburg eG gegründet. Heute hat die Genossenschaft gut 1300 Mitglieder, verfügt über knapp 800 Wohnungen, acht gewerbliche Einheiten und 205 Garagen. Über sich selbst sagt die OBG: Wohnen bei der Genossenschaft heißt, den Grundgedanken „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“ sowie die Prinzipien der Selbsthilfe, der Selbstverantwortung und der Selbstverwaltung zu leben.

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