Energieversorgung - effizient und klimafreundlich
18. Juni 2020
Bilanz-Pressekonferenz Elektrizitätswerk Mittelbaden

Lahr. Das E-Werk Mittelbaden schloss das Geschäftsjahr 2019 mit einem Konzernjahresüberschuss von rund 9,5 Millionen Euro ab. Die Ausschüttung für die Gesellschafter beträgt 10,5 Millionen Euro auf Basis des Bilanzabschlusses der E-Werk Mittelbaden AG & Co. KG in Höhe von 10,9 Millionen Euro. Wie im Vorjahr fließen zusätzlich rund acht Millionen Euro Konzessionsabgabe und zwei Millionen Euro Gewerbesteuer direkt zur Finanzierung kommunaler Aufgaben in die Gemeindehaushalte.

Mit Windenergie zuverlässige Produktionsquelle für die Region geschaffen

Rund 15 Jahre investiert das E-Werk Mittelbaden in den Ausbau nachhaltiger Stromproduktion in der Region. Seit Februar 2020 speist die zehnte Windenergieanlage auf dem Pilfer erneuerbare Energie in das öffentliche Netz ein. Die Anlage des Typs Enercon E 115 ist baugleich zu denjenigen auf der Prechtaler Schanze und dem Nillkopf. Seit ihrer Inbetriebnahme erzeugte die Windenergieanlage 2.500.000 kWh (Kilowattstunden) regenerative Energie. Ihre jährliche Stromproduktion liegt voraussichtlich bei rund 6,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht rechnerisch dem Jahresbedarf von über 2.000 Haushalten.

Die bisher realisierten Standorte des E-Werk Mittelbaden sind bezüglich ihrer Stromproduktion durchaus auf dem Niveau von Standorten an der Nordseeküste. Dr. Ulrich Kleine, Vorstand E-Werk Mittelbaden: „Seit der Inbetriebnahme der ersten Windenergieanlagen auf der Prechtaler Schanze konnten wir bis heute 225 Millionen Kilowattstunden Ökostrom für die Region erzeugen. Die Windenergie ist – Wind vorausgesetzt – ein äußerst zuverlässige Produktionsquelle für die Region.“

Zwischenzeitlich führt das E-Werk Mittelbaden auch Wartungsarbeiten an eigenen Anlagen mit eigenem, speziell dafür ausgebildeten Personal aus und betreut zusätzlich Windenergieanlagen anderer Betreiber.

Von 2015 bis 2016 entstanden die ersten sechs Windenergieanlagen des E-Werk Mittelbaden auf der Prechtaler Schanze, die mit ihrer Leistung von 18 Megawatt seither rund 195.000.000 kWh regenerative Energie ins öffentliche Netz einspeisten. Ihre Erzeugungsmengen liegen seit Inbetriebnahme über Plan.

Im November 2018 kamen zwei weitere Windenergieanlagen auf dem Nillkopf auf der Gemarkung Fischerbach dazu, die mit ihrer Leistung von sechs Megawatt seither 27.500.000 kWh Ökostrom in der Region erzeugten.

Mit Sonnenenergie die Selbstversorgung erhöhen

Der Wunsch der Kunden nach Selbstversorgung im Eigenheim ist ungebremst. Unterstützt durch das bisherige Angebot „E>Solardach“ stieg die ZahI der Photovoltaik-Anlagen von 8.917 im Vorjahr auf 9.437 Anlagen mit einer installierten Leistung von rund 153.700 kWp (Kilowattpeak).

Seit 2009 hat das E-Werk Mittelbaden knapp 50 Anlagen in der Region gebaut und rund 5,5 Millionen Euro investiert. Im Berichtszeitraum kamen mehrere PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern beispielsweise in Meißenheim und Oberkirch (Mieterstromprojekte) sowie den elf sanierten Gebäuden im Kanadaring in Lahr hinzu. Insgesamt betrug die Erzeugungsmenge aller Anlagen des E-Werk Mittelbaden 100.000.000 kWh an regenerativer Energie.

Mit OrtenauEnergie Klima- und Umwelt entlasten

Auf Initiative des E-Werk Mittelbaden ist die Plattform OrtenauEnergie entstanden. Hier können Stromproduzenten aus der Ortenau ihren nicht eigen genutzten Ökostrom gegen marktübliche Konditionen einspeisen. Interessant ist dieses Angebot für PV-Anlagen-Besitzer, deren EEG-Vergütung nach 20 Jahren ab dem Jahr 2020 ausläuft. OrtenauEnergie übernimmt die damit verbundenen administrativen Aufgaben, die jeder Produzent in der Direktvermarktung zu erfüllen hat. Der dort eingespeiste regenerativ erzeugte Strom kann von regionalen Verbrauchern in der Ortenau bezogen werden. Damit erfüllt sich der Wunsch vieler Ortenauer nach transparenter und ökologischer Stromversorgung.

Mit Fernwärme den CO2-Fußabdruck verkleinern

Mit dem Ausbau der Fernwärmenetze in Offenburg leistet die WVO – ein kommunales Unternehmen der Stadt Offenburg (51%) und des E-Werk Mittelbaden (49%) -  gemeinsam mit der Stadt Offenburg einen großen Beitrag zum Klimaschutz in Offenburg. Hierbei besteht unter anderem die Möglichkeit, industrielle Abwärme in das Fernwärmenetz einzuspeisen und weiter nutzbar zu machen.

In enger Abstimmung mit den Verkehrsbehörden der Stadt Offenburg hat das E-Werk Mittelbaden bereits 2019 begonnen, Fernwärmeleitungen zu verlegen. Das E-Werk Mittelbaden legt die Leitungen bis direkt ans Haus, liefert die Übergabestation und wartet dieselbe. In der Louis-Pasteur-Straße und dem Carl-Isemann-Weg sind die Hausanschlüsse fertiggestellt. Aktuell findet der Ausbau der 1.130 Meter langen Leitungstrassen in der Albert-Schweitzer-Straße, der Mozartstraße, der Schubertstraße, der Prinz-Eugen-Straße sowie der Moltkestraße statt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 wächst das Fernwärmenetz um weitere 230 Meter, wofür Fernwärmeleitungen in der Schaiblestraße, dem Gotter-Nes-Weg und der Senator-Borst-Straße verlegt werden.

Ebenfalls 2019 begannen die Baumaßnahmen für zwei neue Blockheizkraftwerke des E-Werk Mittelbaden in der Wasserstraße, die ebenfalls Energie in das Fernwärmenetz einspeisen werden und in zwei Schritten bis Ende des Jahrs 2021 ans Netz gehen. Bereits im September 2020 soll der erste Bauabschnitt fertiggestellt sein.

Martin Wenz, Geschäftsführer der Wärmeversorgung Offenburg: „Die Wärmeversorgung Offenburg investiert in moderne Kraftwerke, die effizienter und umweltschonender Wärme und Strom erzeugen können als bisherige Anlagen. Schon heute versorgen Blockheizkraftwerke im Paul-Gerhardt-Werk, im Kreuzschlag, in der Konrad-Adenauer-Schule und mit einer Wärmepumpe im Gesundheitszentrum und einer Gasturbine auf dem Burda-Gelände Teilgebiete von Offenburg mit Fernwärme. 1.200 Haushalte erhalten so Wärme und rund 3000 Haushalte können zusätzlich mit Strom versorgt werden.“

Oberbürgermeister Marco Steffens: „Zur Erreichung unserer Klimaschutzziele muss der Wärmeverbrauch zurückgehen und der verbleibende Bedarf muss über erneuerbare Energien gedeckt werden. Deswegen sanieren wir als Stadt sukzessive unseren Gebäudebestand und starten demnächst mit einem neuen Förderprogramm, über das wir energetische Maßnahmen an Wohngebäuden bezuschussen. Darüber hinaus müssen wir die Effizienz und den Anteil Erneuerbarer Energien bei der Bereitstellung von Wärme verbessern. Dafür ist Fernwärme besonders geeignet, denn die Konzentration der Wärmeerzeugung auf einige wenige Standorte erlaubt den Einsatz unterschiedlicher modernster Technologien, die ein Maximum an Effizienz und Ausnutzung erneuerbarer Energieträger erlauben. Hier zeigt sich die WVO sehr innovativ, was wir als Stadt begrüßen.“

Mit dem Elektrofahrzeug vom Ladenetz in der Ortenau profitieren

Das Ladenetz in der Ortenau baute das E-Werk Mittelbaden im zurückliegenden Jahr 2019 um weitere öffentliche Ladestationen in Bad Rippoldsau-Schapbach, Schuttertal und in Wolfach aus. Aktuell betreut das Unternehmen 35 Ladestationen, von denen 34 normale Ladestationen mit 67 Ladepunkten sind. Darüber hinaus gibt es eine öffentliche Wallbox in Hausach, In den Brachfeldern 6, mit einem Ladepunkt. Abgerundet ist das Angebot durch eine Schnellladesäule an der Marktscheune in Berghaupten mit einem Ladepunkt zum Schnellladen und einen zum normalen Laden. Seit Anfang April 2020 ergänzt eine Schnellladesäule vom Typ „Hypercharger 75“, die in Hausach, In den Brachfeldern 6, steht, das flächendeckende Ladenetz in der Ortenau.

Mit modernem Messsystem eigenen Energieverbrauch steuern

Moderne Messeinrichtungen mit digitaler Anzeige ersetzen die herkömmlichen Stromzähler. Bis zum Jahr 2032 müssen insgesamt 130.000 Zähler im Versorgungsgebiet des E-Werk Mittelbaden getauscht werden. Das durch die regenerative Energiegewinnung veränderte Verbrauchs- und Einspeiseverhalten macht diesen Schritt erforderlich. Das E-Werk Mittelbaden hat 2017 mit der Umstellung auf moderne Messeinrichtungen begonnen und bis heute rund 26.000 Zähler getauscht. Ab diesem Jahr ist auch der Einbau Intelligenter Messsysteme ab einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden gestartet.

Mit sicheren Datenhäfen in der Ortenau unterwegs

In Appenweier ist das erste von zwei hochsicheren und hochverfügbaren Rechenzentren seit Anfang 2020 im Betrieb. Verantwortlich für das Projekt ist das Joint Venture LEITWERK Rechenzentren Appenweier GmbH, an dem zu gleichen Teilen die LEITWERK AG und die E-Werk Mittelbaden AG & Co. KG beteiligt sind. Ziel des Gemeinschaftsprojekts ist es, der regionalen Wirtschaft sowie öffentlichen Verwaltungen, Behörden, Versorgern und dem Gesundheitswesen IT- und Rechenzentrums-Dienstleistungen in der Region Mittelbaden anzubieten. Spätestens Anfang 2022 startet der Bau des zweiten hochmodernen Rechenzentrums in Lahr. Georedundanz, Kopplung über Richtfunk und Glasfaser soweit eine gedoppelte Stromversorgung sorgen dafür, dass ein System- und/oder Versorgungsausfall faktisch nicht möglich ist. Zu seinem Portfolio zählt das Unternehmen insbesondere Dienstleistungen wie Colocation, Hosting und Managed Services sowie die Rund-um-Betreuung an 365 Tagen im Jahr.

Mit dem Überlandwerk Mittelbaden das Beste aus zwei Unternehmen

Im September 2019 besiegelten das Elektrizitätswerk Mittelbaden AG & Co. KG und die Süwag Energie AG die Einbringung ihrer Netze in die Netzgesellschaft „Überlandwerk Mittelbaden“. Die Süwag-Netztochter Syna übertrug den Stromnetzbetrieb von 20 Kommunen in der nördlichen Ortenau und im Landkreis Rastatt an das Überlandwerk Mittelbaden. Die Netztochter des E-Werk Mittelbaden, Netze Mittelbaden, brachte die Netze von 34 Gemeinden aus der Ortenau mit und firmierte bereits im Oktober 2019 in „Überlandwerk Mittelbaden“ um. Der operative Start war am 1. Januar 2020.

Mit Investitionen Zukunft gestalten

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2019 investierte das E-Werk Mittelbaden in Summe 25 Millionen Euro, die in das intelligente Stromnetz, die Windenergieanlage auf dem Pilfer, den Bau der Rechenzentren in Appenweier und in Lahr sowie die beiden Blockheizkraftwerke in der Wasserstraße in Offenburg geflossen sind.

Zahlen, Daten und Fakten

Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Konzernumsatz 328 Millionen Euro. Die Investitionen lagen bei 25 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss des E-Werk-Mittelbaden-Konzerns betrug 9,5 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Versorgungsgebiet des E-Werk Mittelbaden umfasst zum Berichtszeitraum 36 Gemeinden mit insgesamt rund 294.000 Einwohnern. Im Netzgebiet des E-Werk Mittelbaden sind insgesamt rund 8.000 km Leitungen verlegt.

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