Auszubildende schaffen neues Habitat für Auerhühner
24. Oktober 2025

Lahr. Im Oktober 2025 waren 18 gewerbliche Auszubildende des E-Werks Mittelbaden aus dem ersten und dritten Lehrjahr mit ihren Ausbildern Mirko Andlauer und Michael Studer vom Überlandwerk Mittelbaden gemeinsam mit Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden, und Stefan Böhler, E-Werk Mittelbaden, im Wald in Oberwolfach für den Naturschutz aktiv. Ihre Mission: lebenswerten Raum für die Auerhühner wieder herzustellen, der zuvor für den Bau von Windenergieanlagen benötigt wurde.

Stefan Böhler, verantwortlich für den Bau von Windenergieanlagen im E-Werk Mittelbaden, erklärt: „Immer dann, wenn wir Windenergieanlagen bauen, greifen wir unweigerlich in die Natur ein. Hier in Oberwolfach gleichen wir insgeamt 30 Hektar Waldfläche aus. Das gilt für unsere Projekte am Nillkopf, Steigleskopf und der Prechtaler Schanze. Als E-Werk Mittelbaden haben wir inzwischen mehr als 400 Hektar Ausgleichsfläche gepachtet und sorgen damit für ein Fauna- und Flora-Habitat für nachfolgende Generationen. Nachdem die Forstarbeiter der Gemeinde Oberwolfach die Jungbestandspflege auf einer Fläche von knapp sieben Hektar Wald durchgeführt haben, sammelten und stapelten wir mit allen Helfern Äste und Tannenreisig, so dass der Waldboden auf einer Fläche von zwei Hektar wieder für das Auerhuhn begehbar wird. Sogar unser Vorstandsvorsitzender, Bernhard Palm, ist aktiv bei der großartigen Aktion dabei.“

Von 8:00 bis 15:00 Uhr dauerte die gemeinsame Waldaktion an, von der sich auch der Erste Landesbeamte Dr. Nikolas Stoermer direkt vor Ort überzeugte: „Das Landratsamt Ortenaukreis ist zuständig für die Genehmigungsverfahren von Windenergieanlagen. In unseren Genehmigungen finden sich zahlreiche Nebenbestimmungen – insbesondere Ausgleichsmaßnahmen. Wir sind dem E-Werk Mittelbaden sehr dankbar, dass es Flächen herstellt, um Lichtungen – und damit besseren Lebensraum für Auerhühner – zu schaffen.“

Die gemeinsame Aktion fand unter Aufsicht von Markus Schätzle, Forstrevier Oberwolfach-Süd statt. Er weiß, worauf es ankommt: „Bei unserer Pflegemaßnahme geht es hauptsächlich darum, Lücken für das Auerwild zu schaffen. Denn in den Lücken wachsen Beerensträucher, in denen sich Insekten wohlfühlen, die gerade die Küken des Auerhuhns brauchen. Sie kommen als Leichtgewichte mit rund 20 - 30 Gramm auf die Welt und müssen, um über den Winter zu kommen, reichlich Gewicht zulegen. Dafür benötigen sie die Nahrung auf den Freiflächen. Daher freut es uns sehr, dass uns hierbei die Azubis des E-Werks Mittelbaden tatkräftig unterstützen.“

Joachim Prinzbach, Vorstand der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwarzwald eG, unterstreicht: „Wir stehen für eine multifunktionale Forstwirtschaft. Das heißt, dass sich Windkraft und Waldwirtschaft durchaus ergänzen können, denn der Wald kann Standorte für Windenergieanlagen bieten und parallel dazu wird Forstwirtschaft betrieben, bei der die Nutzung von Holz im Vordergrund steht und Basis für die Wertschöpfung innerhalb der Holzwirtschaft ist. Insofern freuen wir uns über die vielen helfenden Hände und begrüßen die Aktion, die das E-Werk Mittelbaden hier durchgeführt hat.“

Setzen sich gemeinsam für Umwelt und Naturschutz ein (von links): Markus Schätzle, Forstrevier Oberwolfach-Süd, Stefan Böhler, E-Werk Mittelbaden, Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter Landratsamt Ortenaukreis, Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden, Marius Maletz, Revierleiter im Forstrevier Oberwolfach-Nord, und Joachim Prinzbach, Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald eG. Foto: Paul Wagner, E-Werk Mittelbaden

Setzen sich gemeinsam für Umwelt und Naturschutz ein (von links): Markus Schätzle, Forstrevier Oberwolfach-Süd, Stefan Böhler, E-Werk Mittelbaden, Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter Landratsamt Ortenaukreis, Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden, Marius Maletz, Revierleiter im Forstrevier Oberwolfach-Nord, und Joachim Prinzbach, Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald eG.

Foto: Paul Wagner, E-Werk Mittelbaden

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