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PV Anlage Leistungsverlust bei Bewölkung?
- Lesezeit: 7 Min

PV Anlage bei Bewölkung: Wie viel Strom entsteht wirklich? Alle Infos zu Leistung, Ertrag und Photovoltaik bei Bewölkung einfach erklärt.

Solar Dach

Liefern PV-Anlagen auch Strom, wenn der Himmel bedeckt ist? 

Viele Interessenten stellen sich vor dem Kauf die gleiche Frage: Funktioniert eine PV Anlage bei Bewölkung überhaupt zuverlässig? Die kurze Antwort lautet: Ja, und zwar deutlich besser, als viele vermuten. Die Sorge, dass eine Anlage bei grauem Himmel quasi stillsteht, hält sich hartnäckig, entspricht aber nicht der Realität. Tatsächlich erzeugt eine PV Anlage bei Bewölkung weiterhin Strom – nur eben weniger als bei direkter Sonneneinstrahlung. Um das zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die physikalischen Grundlagen. 

Physik einfach erklärt: Direkte vs. diffuse Strahlung 

Der wichtigste Punkt beim Thema Photovoltaik bei Bewölkung ist die Unterscheidung zwischen direkter und diffuser Sonneneinstrahlung. Bei klarem Himmel trifft die Sonnenstrahlung direkt auf die Module. Sobald Wolken ins Spiel kommen, wird das Licht gestreut. Dadurch entsteht sogenannte diffuse Strahlung, die aus allen Richtungen auf die Erde trifft. Dieser Effekt wird oft unterschätzt. Denn moderne Anlagen sind so konzipiert, dass sie auch bei schwachem Licht effizient arbeiten, weshalb die Vorstellung, dass Solar bei Bewölkung “ tot” sei, schlicht falsch ist. 

Eigentlich ist es also ganz einfach: Solange es draußen hell ist, arbeitet auch die Anlage. Selbst bei dichter Wolkendecke dringen Photonen durch und ermöglichen weiterhin Stromproduktion. Deshalb liefert Photovoltaik bei Wolken weiterhin zuverlässig Energie – nur auf einem niedrigeren Niveau. 

Wie viel Leistung bringt eine PV-Anlage bei Bewölkung? 

Die zentrale Frage bleibt aber: Was bringt eine PV Anlage bei Bewölkung konkret? Die Antwort ist erfreulich: mehr, als viele erwarten. 

Die Leistung PV Anlage bei Bewölkung hängt von der Wolkendichte ab und variiert demnach stark. Bei leichter Bewölkung sind oft noch 30 bis 50 Prozent der Nennleistung möglich. Wird die Wolkendecke dichter, sinkt die Leistung oft auf 10 bis 25 Prozent. Auch wenn das zunächst wenig klingt, reicht der Solarertrag bei Bewölkung häufig aus, um den Grundverbrauch im Haushalt zu decken. Geräte wie Kühlschrank, Router oder Beleuchtung können weiterhin direkt versorgt werden. 

Wer sich also fragt, Was bringt eine PV Anlage bei Bewölkung, sollte bedenken, dass selbst reduzierte Leistung wirtschaftlich sinnvoll ist – insbesondere über das gesamte Jahr betrachtet. 

Zur besseren Einordnung helfen typische Vergleichswerte: 

  • Pralle Sonne (Sommer): ca. 80–100% der Nennleistung 
  • Leichte Bewölkung: ca. 30–50% der Nennleistung 
  • Starke Bewölkung/Regen: ca. 10–20% der Nennleistung 
  • Nebel/starkes Gewitter: ca. 5–10% der Nennleistung 

Diese Werte zeigen deutlich: Eine PV Anlage bei Bewölkung ist weit davon entfernt, “nutzlos” zu sein. 

Photovoltaik im Winter: Ertrag bei Schnee und Wolken 

Viele gehen davon aus, dass Wolken der Hauptgrund für niedrige Erträge im Winter sind. Tatsächlich spielen jedoch andere Faktoren eine größere Rolle. 

Entscheidend ist vor allem die kürzere Tageslänge. Weniger Sonnenstunden bedeuten automatisch weniger Energieproduktion. Zusätzlich steht die Sonne tiefer, wodurch weniger Strahlung auf die Module trifft. Dennoch bleibt Photovoltaik bei Bewölkung auch im Winter aktiv. 

Interessanterweise kann Schnee sogar positiv wirken, da er Licht reflektiert und so zusätzliche Strahlung auf die Module lenkt. Auch hier gilt also: Photovoltaik bei Wolken arbeitet weiter, solange Tageslicht vorhanden ist.  

Überraschung: Was ist das beste Wetter für eine PV-Anlage? 

Viele würden intuitiv sagen: Je heißer und sonniger, desto besser. Doch das ideale Wetter für eine PV ist nicht die Sommerhitze, sondern ein klarer, sonniger Tag bei kühlen Temperaturen. 

Warum? Der Photovoltaik Wirkungsgrad ist nicht nur vom Licht abhängig, sondern auch von der Temperatur. Solarzellen arbeiten effizienter, wenn sie kühl bleiben. Bei großer Hitze sinkt der Wirkungsgrad. Das bedeutet: Ein sonniger Frühlingstag kann mehr Energie liefern als ein extrem heißer Sommertag.  

Temperatur und Wirkungsgrad: Warum "heiß" nicht gleich "viel Strom" ist 

Der Zusammenhang zwischen Temperatur und Leistung wird oft unterschätzt. Die Photovoltaik Leistung bei Bewölkung ist zwar geringer als bei direkter Sonne, aber hohe Temperaturen können diesen Vorteil teilweise wieder relativieren. Denn die diffuse Strahlung bei Bewölkung trifft gleichmäßiger und verteilter auf die Module, wodurch diese kühler bleiben. Dadurch kann die Effizienz stabil bleiben, selbst wenn die absolute Leistung niedriger ist. Außerdem sorgen moderne Anlagen und Technologien wie Halbzellen oder bifaziale Module für eine verbesserte Energieausbeute bei schwachem Licht, wodurch Solar bei Bewölkung immer leistungsfähiger wird. 

Tipps für mehr Ertrag bei schwachem Licht 

Auch wenn eine PV Anlage bei Bewölkung bereits gut funktioniert, gibt es Möglichkeiten zur Optimierung. Eine passende Ausrichtung und Neigung der Module sorgen dafür, dass möglichst viel Licht eingefangen wird. Auch Wechselrichter mit gutem Schwachlichtverhalten tragen dazu bei, dass die Photovoltaik Leistung bei Bewölkung möglichst hoch bleibt. 

Ein weiterer Punkt ist die regelmäßige Reinigung der Module. Was es hierbei zu beachten gilt findet ihr in unserem Blogbeitrag: PV-Anlage Leistungsverlust durch Verschmutzung: Wann PV Reinigung sinnvoll ist. Wer also das Maximum aus seiner Anlage herausholen möchte, sollte auch diese Aspekte berücksichtigen. 

Fazit: Bewölkung ist kein K.O.-Kriterium für Solarenergie 

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine PV Anlage bei Bewölkung liefert weiterhin zuverlässig Strom. Auch wenn die Leistung geringer ausfällt als bei direkter Sonneneinstrahlung reicht es in vielen Fällen aus, um den Grundbedarf eines Haushalts zu decken.  

Wer sich fragt, was bringt eine PV Anlage bei Bewölkung, erhält eine klare Antwort: kontinuierliche Energieproduktion, selbst bei grauem Himmel. Der Ertrag ist zwar geringer als bei direkter Sonne, aber keineswegs vernachlässigbar. 

Besonders wichtig ist das Verständnis, dass nicht nur Wolken den Ertrag beeinflussen, sondern Jahreszeit und Tageslänge oft entscheidender sind. Gleichzeitig sorgt der überraschende Effekt, dass kühle Temperaturen den Wirkungsgrad steigern, für ein realistischeres Bild der Leistungsfähigkeit. Die moderne Photovoltaik bei Wolken ist leistungsfähig und effizient, da die Module längst auf wechselhafte Wetterbedingungen ausgelegt sind. Damit ist klar: Bewölkung ist kein Hindernis, sondern ein ganz normaler Teil eines funktionierenden Systems. 

Wenn du zusätzlich Fragen zur Planung, Installation oder Wartung einer PV-Anlage, eines Speichers oder einer Wallbox hast, unterstützen wir dich gern persönlich. Informiere dich unter Energielösungen und nehme mit uns Kontakt auf, um deine Energielösungen optimal zu gestalten.

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