Energie für Champions

Entspannt einschlafen und erholt aufwachen

Wake-Up-Lights versprechen viel. Wir fragen nach!

Lichttherapie für die Wohnung
15. Januar 2020 - Lesezeit: 3 Min

Mit Sonnenlicht geht es uns gut. Wir fühlen uns aktiv und vital und könnten Bäume ausreißen. Wie sieht es aber in der Wohnung aus? Was die Natur schafft, kann auch mit dem richtigen Licht drinnen erreicht werden. Wir haben dazu Konrad Geppert, Energieberater des E-Werk Mittelbaden befragt. 

Sleep-&-Wake-up-Lights: Lichttherapie oder Schlummergadget?

Von der Sonne geweckt zu werden, ist der beste Start in den Tag. Die Zeiten des Sonnenaufgangs lassen sich jedoch oft nur schwer mit unserem Alltag vereinbaren. Gepperts Tipp: „Bei geschlossenen Jalousien können Lichtwecker das Sonnenlicht simulieren und uns sanft zur Wunschzeit aus dem Schlaf holen.“ Entspannt einschlafen und ausgeruht aufwachen, das versprechen Wake-up-Lights. Gemeint sind Lichtwecker mit Radio. Das Werbeversprechen lautet: Das ganze Jahr fit und aktiv im Alltag. Und wer möchte das nicht? Beim Einschlafen sorgen die Geräte mit sanften Lichtintervallen für ein schnelleres Einschlafen. In den frühen Morgenstunden nimmt die Lichtintensität zu und simuliert dabei einen Sonnenaufgang im Schlafzimmer. Ein Aufwachen voller Energie inklusive. Wir haben ein Aufwachlicht von Philipps getestet. Wie sich das "gesteuerte" Aufwachen anfühlt und ob sich eine Anschaffung lohnt, berichten wir in wenigen Wochen.

Welches Licht ist das Richtige?

Wer schlecht einschlafen kann, hat häufig ein zu helles Schlafzimmer. „Zu viel Licht stört die Produktion des Hormons Melatonin, das für erholsamen Schlaf sorgt“, beschreibt Konrad Geppert und empfiehlt: „Licht aus, Raum verdunkeln und Smartphone aus dem Zimmer.“ Sein Tipp für den nächtlichen Gang zur Toilette: „Verwenden Sie statt heller Raumbeleuchtung kleine Bewegungsmelder mit warmweißen Lämpchen. Sie gehen automatisch an und weisen energiesparend und kostengünstig den Weg.“

Mit einer durchdachten Lichtplanung erstrahlen schummrige Wohnhöhlen, lassen sich spannenden Hell-Dunkel-Kontraste schaffen und Räume optisch vergrößern. „Schon mit wenigen Handgriffen lässt sich das passende Licht erzielen", so Geppert. Seine Tipps:

  • Dunkle Anstriche und Vorhänge vermeiden. Verzichten Sie in Räumen mit wenig Tageslicht auf dunkle Anstriche und Vorhänge. Helle Farben reflektieren Tageslicht besser und lassen Weite entstehen.
  • Bei Kunstlicht auf den Mix setzen. In Räumen, die ausschließlich mit Kunstlicht beleuchtet werden, bietet sich ein Mix aus Hintergrund-, Akzent- und Arbeitslicht an. Den Hintergrund erhellen Deckenleuchten oder -fluter. Ein Dimmer dient dazu, die Helligkeit, je nach Stimmung, anzupassen.
  • Lichtinseln kreieren. Gleichmäßig ausgeleuchtete Zimmer wirken oft eintönig. Lichtinseln kreieren abwechslungsreiche Hell-Dunkel-Kontraste. Akzentlicht – etwa durch Wandfluter – betont Bilder und Pflanzen.
  • Optisch den Raum vergrößern. Strahlt die Beleuchtung die Decke an, erscheint der Raum höher. Nutzt man die Wände als Reflektor, wirkt er breiter.
  • Lichtfarbe beachten. Warmweißes Licht wirkt gemütlich und eignet sich perfekt zum Wohnen.
Wie viel Kelvin braucht das Gehirn?

Wenn ein Arbeitszimmer nur wenig Tageslicht bekommt oder im Herbst und Winter die Sonne selten scheint, leidet darunter die Konzentration. LED-Lampen mit hohen Lichttemperaturen ab 5.500 Kelvin fördern dagegen die Leistungsbereitschaft, weil ihre Lichtfarbe einen höheren Blauanteil besitzt.

Licht für mehr Sicherheit

Gut ausgeleuchtete Ecken bewahren vor Unfällen. Das weiß auch der Experte und rät: „In Keller und Treppenhaus steigern Deckenleuchten mit rund 4.000 Kelvin Farbtemperatur die Sicherheit.“ In die Treppenstufen eingebaute Spots verhindern ein Stolpern. In der Küche leuchten Spots oder Leuchtstoffröhren unter den Oberschränken die Arbeitsfläche gleichmäßig aus. Bei etwa 5.500 Kelvin Lichtfarbe lassen sich Zwiebel und Finger sicher unterscheiden!

Wer es besonders gemütlich haben möchte, kommt um die Kerzenbeleuchtung nicht herum. Konrad Gepperts letzter Tipp: „Das schönste Licht schaffen immer noch Kerzen, da sich ihre Flamme bewegt. Keine Lampe kann da mithalten. Kerzenlicht ist mit unter 2.000 Kelvin warmweiß“. Lampen mit etwa 2.700 Kelvin tauchen das Wohnzimmer in sanftes Licht und beruhigen. Zusätzliche Leuchten neben oder hinter dem TV-Gerät entspannen die Augen beim Fernsehen. Wer seine Lichtplanung noch vor sich hat, kann sich bei Konrad Geppert weitere Tipps holen.

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