Strom in der Region

Nachhaltige Gartenhelfer

Ein schöner Garten mit elektronischen Helfern die die Umwelt entlasten.

Elektrische Helfer im Garten
25. Juli 2019 - Lesezeit: 5 Min

Im Sommer ist der Garten für Natur-Liebhaber das Wohnzimmer. Das bedeutet aber auch, dass der Pflegeaufwand draußen steigt. Wie du deinen Garten genießen und dabei etwas Gutes für die Umwelt tun kannst, haben wir im Gespräch mit Konrad Geppert geklärt. Er gibt Tipps für die Rasenpflege und wie du umweltschonend deinen Garten ins rechte Licht rückst.

Besser auf abgasfreie Modelle umsteigen

Mal ehrlich, ein Rasen der dicht gewachsen ohne Unkraut ist und wie der sprichwörtliche englische Rasen aussieht, gibt es nur selten. Aber welche Technik verspricht diesem Ideal am nächsten zu kommen? Bei den Geräten gibt es zwei Ausführungen: „Elektrische Rasenmäher werden mit Akku oder Stromkabel betrieben. Sie sind leise, kostengünstig, abgasfrei und somit umweltfreundlich“, weiß Energieberater Konrad Geppert.

Benzinmäher seien laut und würden durch die Abgase CO2-Emissionen verursachen. Besser sollten energieeffiziente Modelle und geräuscharme Maschinen gewählt werden, die leicht zu warten sind. Es gibt bereits Geräte, die mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ gekennzeichnet sind. Frage beim Einkauf danach. Auch für all diejenigen, die keine Lust haben selbst zu mähen, hat Konrad Geppert einen Tipp: „Mähroboter mit Solarbetrieb sind zwar nicht ganz günstig in der Anschaffung, im Betrieb schonen sie dafür den Geldbeutel und die Umwelt“, so der Experte. Mähroboter verlängern quasi die Zeit im eigenen Garten - sei es um das Blumenbeet zu jäten oder einfach die Seele baumeln zu lassen.

Solarleuchten und Solardusche nutzen die Energie der Sonne kostenlos aus

Für Licht im Garten sorgt die Sonne dank Solartechnik umsonst. „Umweltfreundliche Solarleuchten kommen ohne Stromkosten aus, weil sie sich tagsüber über ein Solarmodul mit Sonnenenergie aufladen.“ Abends, wenn die Sonne untergeht, beginnen die Leuchten dank lichtempfindlichen Sensoren mit ihrer Arbeit. Bis zu zwölf Stunden würden die Lampen dann Gartenparty und Co. beleuchten, erklärt Geppert.

Ebenfalls ein richtiger Öko-Hit: Eine Solardusche im Garten. Der Wassertank einer Solardusche erhitzt sich durch direkte Sonneneinstrahlung und kann je nach Modell eine Wassertemperatur von bis zu 60 Grad erreichen. „Eine Solardusche benötigt keinen elektrischen Anschluss und ist sehr kompakt – sie kann daher an jeder beliebigen Stelle im Garten installiert werden. Achten Sie darauf, dass es sich nicht um einen reinen Schatten-Platz handelt“, empfiehlt Geppert. „Zudem ist die Solardusche sparsam im Wasserverbrauch – und daher eine gute ressourcenschonende Alternative zum Garten-Pool“, so der Experte abschließend.

Die Natur braucht Wasser

Auch Liebhaber von Teichen und Wasserspielen können von der Sonnenenergie profitieren, weiß Geppert: „Wenn du das Wasser mit solarbetriebenen Pumpen in Bewegung setzt, plätschert es kostenlos.“ Gerade im Hochsommer ist richtiges Gießen sehr wichtig, sonst durstet die Gartenflora schnell. „Automatisierte Bewässerungssysteme mit Zeitsteuerung und Feuchtigkeitssensoren sind zwar aufwendig in der Planung, helfen aber ungemein. Dadurch entfällt das stundenlange Gießen mit der Gießkanne.“ Stattdessen würden die Pflanzen effektiv und sparsam nach ihrem Bedarf über unterirdisch verlegte Wasserleitungen mit Feuchtigkeit versorgt werden. An die Leitungen ließen sich dann diverse Sprenger anschließen, die entweder per Hand oder vollautomatisch betrieben und gesteuert werden können. Einen wassersparenden Ratschlag hat Geppert für alle Besitzer einer gewöhnlichen Gartensprenger-Anlage: „Stelle ein Einmachglas auf den gesprengten Rasen. Sind drei Zentimeter Wasser darin, ist der Rasen gut gewässert.“ Kostenloses Wasser gibt es aus dem Himmel: „Wer in Regentonnen das wertvolle Nass auffängt, muss sich nicht vor der Wasserrechnung fürchten und entlastet die Umwelt in Dürre-Perioden“, rät Geppert.

 

Foto: Turnit GmbH, E. Winkler

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