Im Rahmen des regionalen Entwicklungskonzepts zur Nutzung regenerativer Energien und zur Reduktion der CO2-Emissionen in der Region Südlicher Oberrhein wurden im Teil 2 spezifische Energie- und Klimaschutzszenarien formuliert und eine konkrete "Langfristige Klimaschutzstrategie für die Region Südlicher Oberrhein" entwickelt (REK 2007). Auf dieser Grundlage hat die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Südlicher Oberrhein am 29.03.2007 mit großer Mehrheit die Zielvorgabe einer Reduktion des CO2-Ausstoßes von 20 Prozent oder 1,67 Millionen Tonnen pro Jahr in der Region bis zum Jahr 2020 beschlossen.

Zentraler Motor bei der Umsetzungsstrategie ist die "Strategische Partnerschaft zur Förderung regenerativer Energie und einer effizienten Energienutzung in der Region", die von der Handwerkskammer Freiburg und dem Regionalverband unter der Schirmherrschaft von Umweltministerin Tanja Gönner initiiert wurde. Dieses offene Bündnis unterstützen als Mitglieder inzwischen über 150 Partner aus der Wirtschaft (Energieversorger, Banken, Verbände und Institutionen, Innungen, Kreishandwerkerschaften, Gebäudeenergieberater, Architektenkammergruppen) und mehr als 90 Kommunen/Kreise. Die seit 2006 bestehende Partnerschaft engagiert sich in der Vernetzung der Akteure und hat zahlreiche Aktivitäten (unter anderem das Südbadische Energieberaterforum, die Bürgerinformationsreihe "Sparen und Wohlfühlen" und das Kommunalforum Bioenergie) auf den Weg gebracht. Die strategische Partnerschaft hat sich im Januar 2010 zu dem Verein "Strategischer Partner - Klimaschutz am Oberrhein e.V." weiterentwickelt. Weitere Informationen unter www.klimaschutz-oberrhein.de).

Um den erreichten Fortschritt bei der Umsetzungsstrategie messen zu können, wurden die Energieagentur Regio Freiburg und die Ortenauer Energieagentur Anfang 2009 beauftragt, gemeinsam ein vereinfachtes und mit vertretbarem Aufwand beziehungsweise Ressourceneinsatz wiederholbares Monitoring-Verfahren für die Region zu entwickeln und für drei Jahre (2007-2009) beispielhaft durchzuführen. Die wesentlichen Grundelemente dabei waren:

  • die überschlägige jährliche Erfassung von getätigten Investitionen in Energiesparmaßnahmen, effiziente Anlagentechnik und Nutzung erneuerbarer Energien.
  • die Abschätzung der jährlichen Energieeinsparung und der CO2-Reduktion.

Als Informationsquellen dienten hierfür leicht zugängliche Daten und Statistiken sowie Umfragen. Gleichzeitig wurden in einer Projekt- beziehungsweise Anlagensammlung fortlaufend besonders gelungene und nachahmenswerte Maßnahmen sowie Erfahrungen (z. B. Konzeption, Finanzierung und Umsetzung) dargestellt. Das Monitoring diente als ein Informationsinstrument der strategischen Partnerschaft in Bezug auf das 20%ige Ziel (Standortbestimmung, Selbstkontrolle, Wirkungen und Erfolge).

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