Bei den Bemühungen um eine Energieeinsparung wächst das Interesse an Wärmepumpen. Dabei kommt im Ein- und Zweifamilienhaus nur die Elektro-Wärmepumpe (EWP) infrage. Sie kühlt über einen primären Kältekreislauf die Umgebungsluft, das Erdreich oder das Grundwasser ab und hebt („pumpt") die niedrigen Temperaturen mithilfe elektrischer Energie auf ein nutzbares Temperaturniveau im sekundären Wärmekreislauf zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung an. Der Bund (KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau), das Land Baden-Württemberg und Stromversorgungsunternehmen fördern diese Art der Wärmeerzeugung durch zinsgünstige Kredite, Zuschüsse und billigen EWP-Strom.

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Messergebnisse aus der Praxis, war es an der Zeit, auch am Oberrhein eine aktuelle Felduntersuchung durchzuführen. Tendenziell sind die Voraussetzungen dort günstiger als in anderen Teilen der Bundesrepublik, bedingt durch eine höhere Umgebungstemperatur (Luft-EWP), eine stärkere Zunahme der Temperatur mit der Tiefe im Rheingraben (Erdreich-EWP) und einer besseren „Wegigkeit" des Grundwassers in den mächtigen Kiesschichten des Rheintals (Erdreich- und Grundwasser-EWP).

Es war deshalb das Ziel, unter diesen günstigeren Rahmenbedingungen die folgenden Punkte bei ausgeführten EWP-Heizsystemen zu ermitteln: Stand neuerer Technik, Zuverlässigkeit, Jahresarbeitszahl/Aufwandszahl und Primärenergie-/Co2-Einsparung sowie Kosten und Wirtschaftlichkeit, um den regionalen Energieagenturen, Planern und Handwerkern eine unabhängige Beratung von potentiellen Interessenten zu ermöglichen. Der Feldtest ist damit eine sinnvolle Ergänzung der Informationsschrift „Energie sparen durch Wärmepumpenanlagen" des Landes Baden-Württemberg, die das Thema von der rechnerischen Seite behandelt.

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