Im Wohngebiet Karl-May-Weg II und III in Fischerbach werden derzeit 24 Wohngebäude errichtet, die dezentral mit Wärmepumpen beheizt werden. Als Umweltquelle dient ein kaltes Wärmenetz, bestehend aus einem zentralen Eisspeicher, Umwelt-Energieabsorbern und einer Ringleitung. Diese Ringleitung wird als Sole-Reservoir bezeichnet, aus dem sich die Wärmepumpen die benötigte Energie ziehen und als Heizenergie den Gebäuden zur Verfügung steht.

Das Netz wird im Temperaturbereich von ca. 0°C bis +25°C betrieben. Dieser Bereich ermöglicht optimale Betriebsbedingungen für handelsübliche Sole-Wasser-Wärmepumpen. Modernste Wärmepumpen können reversibel arbeiten, was neben der Beheizung auch eine sommerliche Temperierung (Raumklimatisierung) der Gebäude ermöglicht. Wegen des niedrigen Temperaturniveaus ist das Netz in der Lage, diesen Prozess zu unterstützen, indem es Wärme aufnehmen und überflüssige Wärme an die Umwelt über die Absorber emittieren kann. Rückkühlfunktion: Wärme aus Rückkühlprozessen wie beispielsweise von Kälte- und Klimaanlagen kann über das bKWN zur Regeneration des Eisspeichers Verwendung finden. Das bKWN-Eis-System interagiert synergetisch im Energiebezugs- und Einspeisemodus. Dieses „Wechsel-Wirken" eines Energiesystems ist sehr innovativ. Die kleine Infrastruktur im Wohngebiet Karl-May-Weg II/III in Fischerbach bietet einen idealen Rahmen, die Praxistauglichkeit zu beweisen.

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