Windenergieanlage „Am Pilfer“ speist ein

Die zehnte Windenergieanlage des E-Werk Mittelbaden "Am Pilfer" speist seit Ende Februar 2020 Ökostrom in das öffentliche Netz ein. Im Hintergrund ist der Windenergiepark auf der Prechtaler Schanze zu sehen

Nach einer Bauzeit von elf Monaten und einem zweiwöchigen Probebetrieb ist die zehnte Windenergieanlage des E-Werk Mittelbaden auf dem Pilfer termingerecht in den Regelbetrieb gegangen. Seit Ende Februar 2020 speist sie zuverlässig erneuerbare Energie in das öffentliche Netz ein. Die Anlage des Typs Enercon E 115 ist baugleich zu denjenigen auf der Prechtaler Schanze und dem Nillkopf. Ihr Rotordurchmesser beträgt 115 Meter, die Nennleistung liegt bei drei Megawatt.
 
Der Standort auf dem mehr als achthundert Meter hohen Pilfer auf der Grenze zwischen der Gemeinde Gutach und der Stadt Wolfach verfügt mit durchschnittlich sechs Metern Wind pro Sekunde über gute Bedingungen. Stefan Böhler, verantwortlich für regenerative Erzeugungsanlagen im E-Werk Mittelbaden: „Wir gehen von einer jährlichen Stromproduktion von rund 6,5 Millionen Kilowattstunden Strom aus. Dies entspricht rechnerisch dem Jahresbedarf von über 2.000 Haushalten. Die bisher realisierten Standorte des E-Werk Mittelbaden sind bezüglich ihrer Stromproduktion durchaus auf dem Niveau von Standorten an der Nordseeküste.“
 
Seit zehn Jahren verfügt das E-Werk Mittelbaden über Erfahrungen zur regenerativen Energieerzeugung durch Windkraft auf See und an Land. Martin Wenz, E-Werk Mittelbaden: „Seit der Inbetriebnahme der ersten Windenergieanlagen auf der Prechtaler Schanze konnten wir bis heute 190 Millionen kWh Ökostrom für die Region erzeugen. Die Windenergie ist – Wind vorausgesetzt – ein äußerst zuverlässige Produktionsquelle für die Region. Zwischenzeitlich führen wir auch Wartungsarbeiten an unseren Anlagen mit eigenem, speziell ausgebildetem Personal aus und betreuen darüber hinaus auch Windenergieanlagen anderer Betreiber. Aktuell prüfen wir weitere potenzielle Standorte in unserem Versorgungsgebiet.“