Weitere Kunden am Fernwärmenetz in Offenburg angeschlossen

v.l. Martin Wenz, Geschäftsführer der Wärmeversorgung Offenburg und Markus Kohler, Geschäftsführer Offenburger Baugenossenschaft eG

In der Nordoststadt von Offenburg wächst die Gemeinschaft der Fernwärmekunden. Mit der Vertragsunterzeichnung der Wärmeversorgung Offenburg (WVO) und der Offenburger Baugenossenschaft eG werden bis Ende 2020 fünf Gebäude mit über 100 Wohneinheiten in der Schaible- und Senator-Borst-Straße, dem Gotter-Nes-Weg und der Albert-Schweitzer-Straße an das Fernwärmenetz der Wärmeversorgung Offenburg angeschlossen. Durch den Anschluss an das Fernwärmenetz verbessert die Offenburger Baugenossenschaft eG ihre jährliche Kohlendioxid-Bilanz um rund 100 Tonnen.

Markus Kohler, Geschäftsführer Offenburger Baugenossenschaft eG: „Die Anbindung unserer Wohneinheiten an das Fernwärmenetz stellt einen wichtigen Beitrag zur laufenden Verbesserung unserer Klimabilanz dar. Darüber hinaus erhoffen wir uns eine sichere und komfortable Wärmeversorgung für unsere Mieter. Wir freuen uns, mit der Wärmeversorgung Offenburg einen verlässlichen und kompetenten Partner für unsere Energieversorgung gefunden zu haben.“

Martin Wenz, Geschäftsführer der Wärmeversorgung Offenburg: „Die Wärmeversorgung Offenburg investiert in moderne Kraftwerke, die effizienter und umweltschonender Wärme und Strom erzeugen können als bisherige Anlagen. Schon heute versorgen Blockheizkraftwerke im Paul-Gerhardt-Werk, im Kreuzschlag, in der Konrad-Adenauer-Schule und mit einer Wärmepumpe im Gesundheitszentrum und einer Gasturbine auf dem Burda-Gelände Teilgebiete von Offenburg mit Fernwärme. 1.200 Haushalte erhalten so Wärme und rund 3000 Haushalte können zusätzlich mit Strom versorgt werden.“

Mit dem Ausbau der Fernwärmenetze in Offenburg trägt die WVO gemeinsam mit der Stadt Offenburg einen großen Teil zum Klimaschutz bei. Hierbei besteht unter anderem die Möglichkeit, industrielle Abwärme in das Fernwärmenetz einzuspeisen und weiter nutzbar zu machen. Oberbürgermeister Marco Steffens: „Zur Erreichung unserer Klimaschutzziele muss der Wärmeverbrauch zurückgehen und der verbleibende Bedarf muss über erneuerbare Energien gedeckt werden. Deswegen sanieren wir als Stadt sukzessive unseren Gebäudebestand und starten demnächst mit einem neuen Förderprogramm, über das wir energetische Maßnahmen an Wohngebäuden bezuschussen. Darüber hinaus müssen wir die Effizienz und den Anteil Erneuerbarer Energien bei der Bereitstellung von Wärme verbessern. Dafür ist Fernwärme besonders geeignet, denn die Konzentration der Wärmeerzeugung auf einige wenige Standorte erlaubt den Einsatz unterschiedlicher modernster Technologien, die ein Maximum an Effizienz und Ausnutzung erneuerbarer Energieträger erlauben. Hier zeigt sich die WVO sehr innovativ, was wir als Stadt begrüßen.“

In enger Abstimmung mit den Verkehrsbehörden der Stadt Offenburg hat das E-Werk Mittelbaden bereits 2019 begonnen, Fernwärmeleitungen zu verlegen. In der Louis-Pasteur-Straße und dem Carl-Isemann-Weg sind die Hausanschlüsse fertiggestellt. Aktuell findet der Ausbau der 1.130 Meter langen Leitungstrassen in der Albert-Schweitzer-Straße, der Mozartstraße, der Schubertstraße, der Prinz-Eugen-Straße sowie der Moltkestraße statt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 wächst das Fernwärmenetz um weitere 230 Meter, wofür Fernwärmeleitungen in der Schaiblestraße, dem Gotter-Nes-Weg und der Senator-Borst-Straße verlegt werden.

Mit der Bauleitung ist Christian Linz, E-Werk Mittelbaden, betraut: “Noch im Mai beginnen wir mit der Verlegung der Fernwärmeleitung in der Prinz-Eugen-Straße und erschließen weiterer Seitenstraßen. Bis Ende des Jahrs wächst das Fernwärmenetz um weitere 600 Trassenmeter. Während der Bauphasen sind teilweise große Einschränkungen insbesondere für die Anwohner erforderlich. Für ihr Verständnis möchte sich die WVO sehr bedanken.“