Spenden für die Vereine Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendlich e.V. in Freiburg und Aktion Treffpunkt e.V. in Lahr

Silvia Bächle (links), Walburga Strudel und Ernst Münchbach freuen sich über die Spende des E-Werk Mittelbaden, die Michael Moritz (2. von links) überbrachte

Spenden für die Vereine Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendlich e.V. in Freiburg und Aktion Treffpunkt e.V. in Lahr

Renate Hofsäß (3. von links) neben Michael Moritz, E-Werk Mittelbaden, und Cornelia Krumm (rechts), bei der Spendenübergabe

Das Kinderfest beim E-Werk Mittelbaden hat Tradition. Seit mehr als 35 Jahren findet es für die Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen statt. Den Erlös für die dabei verzehrten Speisen und Getränke spenden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig an Vereine in der Region. Dieses Jahr erhalten die Vereine Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche e.V. in Freiburg und Aktion Treffpunkt e.V. in Lahr jeweils eine Spende in Höhe von 600,- Euro.  

„Jedes Jahr erhalten wir während unseres Kinderfests Vorschläge für mögliche Spendenkandidaten. Da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Region wohnen, wissen Sie, wer Unterstützung benötigt“, so Michael Moritz, Betriebsratsvorsitzender des E-Werk Mittelbaden, und beschreibt das Auswahlverfahren: „Jedes Jahr ziehen die Kinder bei uns die Spenden-Gewinner.“

Silvia Bächle, Sozialarbeiterin beim Verein Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche e.V., weiß, was es bedeutet, die Diagnose einer chronischen Erkrankung im Kindes- und Jugendalter zu erfahren. „Für die Familien bedeutet es eine neue und belastende Situation. Genau hier setzt unsere Arbeit an: Wir geben Halt und Beistand und unterstützen die Familien durch ganzheitliche Betreuung.“ Jährlich ermöglicht der Verein eine einwöchige Ferienfreizeit für bis zu 25 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren. Ziel ist es, diese Zeit, losgelöst von Krankenhaus und Ärzten, bewusst zu erleben. Bächle: „Daher freuen wir uns sehr über die Spende.“

Die Geschäftsführerin des Vereins Aktion Treffpunkt e.V. in Lahr, Renate Hofsäß, liegt die Betreuung von behinderten Menschen sehr am Herzen. „Den Verein Aktion Treffpunkt betreue ich seit 2002. Uns ist es wichtig, Familien mit behinderten Menschen zu entlasten.“ Allein im zurückliegenden Jahr 2016 gab es 298 Veranstaltungen mit rund 3.900 Teilnehmern. Ob Ferien- oder Wochenendfreizeiten, Theater, Kino, Restaurantbesuche, Kegelabende, Disco-Besuche oder Ausflüge – das Angebot des Vereins ist vielfältig. „Die Spende des E-Werk Mittelbaden kommt gerade rechtzeitig“, verrät Hofsäß. "In unseren Räumen gibt es seit zehn Jahren einen zusätzlichen Raum, den wir aus Kostengründen untervermietet hatten. Diese Mieter haben vergangenes Jahr gekündigt. Durch die Spende können wir diesen Raum jetzt renovieren und wieder selbst nutzen.“

Hintergrundinformation:

Der Verein Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche e.V. versteht sich als Selbsthilfeverein und wurde 1981 von Eltern nierenkranker Kinder und Mitarbeitern am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Freiburg gegründet. Er umfasst rund 300 Mitglieder und finanziert sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Als Ansprechpartner für Patienten und deren Familien aus dem Einzugsgebiet Südbaden bietet der Verein ein breites Spektrum an Unterstützung, wie medizinisch betreute Ferienfreizeiten für nierenkranke Kinder mit Dialysemöglichkeiten am Ferienort oder Übernachtungsmöglichkeiten von Familienmitgliedern während des Klinikaufenthalts.

Aktion Treffpunkt e.V. mit seinen nahezu 100 Mitgliedern ist ein gemeinnütziger Verein mit der Aufgabe, Familienmitglieder und Betreuer von körperlich und/oder geistig behinderten Menschen zu entlasten. Hierzu bietet der Verein verschiedene Aktionspunkte an. Zum Beispiel können Behinderte durch Freizeitangebote oder Unternehmungen sich in einem anderen Umfeld einbringen und so Gemeinsamkeit neu erleben. Gut besucht sind auch die regelmäßig stattfindenden Stammtische, an denen sowohl Kinder als auch Erwachsene teilnehmen. Betreut werden die Gäste von rund 30 ehrenamtlichen Helfern, die großteils eine Ausbildung im sozialen Bereich vorweisen können. Weitere Betreuer arbeiten im Mindestlohnsegment. Für die unterschiedlichen Angebote stehen finanzielle Mittel über Mitgliedsbeiträge, Spenden und staatliche Zuschüsse zur Verfügung.