Neue Software für die Ladesäulen E-Werk Mittelbaden

Innerhalb von zwei Tagen waren alle Ladesäulen in Friesenheim, Gutach, Kehl, Lahr, Neuried, Oberwolfach, Offenburg, Seelbach und Zell a.H. mit neuer Software ausgestattet.

Das Ladeinfrastruktur in Deutschland wird engmaschiger. Immer mehr Ladensäulenbetreiber – wie auch das E-Werk Mittelbaden – binden ihre Ladesäulen in europaweite Roaming-Netze ein, allen voran die Ladenetzwerke „Hubject/Intercharge“ und „e-clearing.net“. Der Kundenvorteil ist ein einfacherer Zugang, um den Ladevorgang zu starten. In der Ortenau hat das E-Werk Mittelbaden als Betreiber der öffentlichen Ladestationen in dieser Woche innerhalb von zwei Tagen zehn seiner Ladesäulen mit einer neuen Software ausgestattet. Für Nutzer der Ladesäulen ist ab sofort das Bezahlen per Ladekarte eines beliebigen Anbieters möglich, der ebenfalls Mitglied in den Ladenetzwerken ist, oder das Direktzahlen ohne Vertrag per Smartphone und Internet, das den bisherigen Zahlungsvorgang per Kreditkarte abgelöst hat.

„Mit der neuen Software haben wir unsere Ladesäulen auf den derzeit gängigen Zahlungsverkehr ausgerichtet. Heute besitzt nahezu jeder Mensch ein Smartphone, das jetzt für den Ladevorgang ohne weitere Vertragsbindung genutzt werden kann. Das macht das Laden auch für Weniglader oder Laufkundschaft attraktiv“, erklärt Michael Mathuni vom E-Werk Mittelbaden. Über die digitale Vernetzung sind die Ladesäulen außerdem in Navigationssystemen und Apps anderer Anbieter zu finden.

An jedem der drei Ladepunkte je Ladesäule befindet sich ein QR-Code, der nach dem Scanvorgang per Smartphone den Kunden direkt auf die Homepage des Abrechnungsdienstleisters führt. Alternativ kann die Homepage und die Kennung des Ladepunkts auch manuell eingegeben werden. Bei Erstnutzung erfolgt selbsterklärend die einmalige Eingabe von geforderten Daten, wie zum Beispiel Name, Kreditkarten-Daten oder Pay-Pal. Sobald das Profil beim Abrechnungsdienstleister angelegt und freigeschaltet ist, erscheint auf dem Smartphone die zu bestätigende Eingabe „Ladvorgang starten“. Nach erfolgreicher erstmaliger Anmeldung bleiben die eingegebenen Daten beim Abrechnungsdienstleister gespeichert, so dass bei einem erneuten Ladevorgang – unabhängig wo die Ladesäule in Europa steht – das Handy als Authentifizierungs- und Legitimationsmedium gilt.

Für den Ladevorgang selbst fallen unterschiedliche Kosten an: Bei minutengenauer Abrechnung für den Typ-2-Stecker mit einer Ladeleistung bis zu 22 kW (Kilowatt) sind es drei Euro pro Stunde. Handelt es sich um eine Schukosteckdose mit einer Ladeleistung bis zu 3,7 kW, ist bei ebenfalls minutengenauer Abrechnung ein Euro pro Stunde zu zahlen.