Als „Exklusiv-Partner“ der Landesgartenschau Lahr 2018 zeigt das E-Werk Mittelbaden ein energiegeladenes Programm und gestaltet am 6. Mai 2018 den E-Werk-Tag mit vielen Aktionen, Attraktionen und Überraschungen für Groß und Klein. Bereits im Vorfeld des Events hat das E-Werk Mittelbaden das komplette Stromnetz für die Landesgartenschau geplant und gemeinsam mit regionalen Unternehmen gebaut. Ab 12. April 2018 präsentiert das E-Werk Mittelbaden an 186 Tagen innovative Ideen zur regenerativen Energieerzeugung, die noch am Anfang ihrer Entwicklung und Wirtschaftlichkeit stehen.

Für alle Besucher ist die Landesgartenschau auch eine Begegnungsstätte zum Thema Energiewende. Dr. Ulrich Kleine, Vorstand E-Werk Mittelbaden, ist sich sicher: „Die Energiewende wird sich mit steigenden Umlagen und Preisen in den eigenen Garten und in die eigene Wohnung verlagern. Wir zeigen heute schon Richtungen auf und bleiben im Gespräch mit Interessenten.“ Das Unternehmen ist im Seepark mit dem E-Werk Pavillon in unmittelbarer Nähe zur E-Werk-Bühne vertreten. Kleine: „In und um unseren Pavillon herum gibt es vieles zu bestaunen, selbst auszuprobieren und selbstverständlich auch mit uns zu diskutieren.“

Beispiele dafür sind eine um die eigene Achse drehende Klein-Windenergieanlage und zwei Solarblumen, deren Energieerträge direkt ins Landesgartenschaugelände einfließen. Für die Gastro im Seepark ist in Kooperation mit der Hochschule Offenburg ein innovatives Heiz- und Klimasystem umgesetzt: Der Eisspeicher heizt und kühlt das Gebäude. Neben einer für die Mitarbeiter der Landesgartenschau nutzbaren Elektroladesäule für E-Autos und E-Bikes steht den Besuchern direkt am Seehaus eine Ladesäule für Mobile Phones zur Verfügung, damit leere Handy-Akkus kurz vor der Heimreise noch schnell aufgeladen werden können.

Dr. Ulrich Kleine: „Wir wachsen, wir leben und wir geben der Region etwas zurück, denn wir tragen dazu bei, dass der Wirtschaftsstandort Lahr mit Energie für die Zukunft gesichert ist.“

Hintergrundinformation

Mit Eis heizen

In Kooperation mit der Hochschule Offenburg hat das E-Werk Mittelbaden ein effizientes Heiz- und Klimasystem für die „Gastro am See“ auf dem Gelände der Landesgartenschau 2018 in Lahr entwickelt und umgesetzt. Das Gebäude ist mit einem Eisspeicher-Wärmepumpen­system ausgestattet, das sich aus drei Komponenten zusammensetzt: einem Behälter im Boden, dem so genannten Eisspeicher, Solarkollektoren in Form einer doppelreihigen, 6,5 Meter langen Zaunreihe, dem so genannten „Energiezaun“, und einer Wärmepumpe.

Der Eisspeicher nutzt den Effekt der Kristallisationsenergie, dass beim Gefrieren und Auftauen viel mehr Energie eingelagert oder verbraucht wird als der Temperaturänderung entspricht. Im Winter entzieht die Wärmepumpe dem Speicher die zum Heizen benötigte Energie für die „Gastro am See“. Die Wärme vom Energiezaun und aus dem umgebenden Erdreich führen die entnommene Energie wieder zu. Sinkt die Temperatur dabei auf den Gefrierpunkt, wird die Vereisung des Wassers zur weiteren Wärmegewinnung genutzt. Das System ist so eingestellt, dass der Eisspeicher bis zum Ende der Heizperiode komplett vereist ist. Im Sommer lässt sich dann der Eisspeicher zur natürlichen Kühlung nutzen, da das im Winterbetrieb gebildete Eis als Kältequelle kostenfrei zur Verfügung steht. Das entlastet die Klimaanlage und spart Energie. Zu Beginn der kalten Jahreszeit beginnt der Zyklus mit der Vereisung dann wieder von neuem.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.e-werk-mittelbaden.de/blog-eisspeicher

Strom aus Windkraft

Besucher der Landesgartenschau sehen in Nähe des E-Werk-Pavillons eine zehn Meter hohe Klein-Windenergieanlage mit senkrechter Drehachse. Mit einer Leistung von drei Kilowatt liegt die Jahresstromerzeugung je nach Standort und Windverhältnissen bei rund 1.500 Kilowattstunden. Anders als bei fest montierten Photovoltaik-Anlagen kann der Strom aus Windkraft rund um die Uhr erzeugt und direkt vor Ort verbraucht werden. Während der Landesgartenschau wird der erzeugte Windstrom zum Beispiel im Pavillon des E-Werk Mittelbaden genutzt, der sich direkt neben der Anlage befindet.

Schon eine Windgeschwindigkeit von zwei Metern pro Sekunde setzt die Anlage in Betrieb und produziert Ökostrom. Bei Sturm hält die Anlage Windböen von 100 Kilometern pro Stunde aus.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.e-werk-mittelbaden.de/blog-kleinwindenergieanlage

Strom von der Smartflower

Mit der Smartflower zeigt das E-Werk Mittelbaden eine weitere Möglichkeit, regenerativ Energie zu erzeugen. Hierbei handelt es sich um eine Photovoltaik-Anlage, die aus einem kreisrunden 18 Quadratmeter großen Solarmodulfächer besteht, und in der Form einer Blume ähnelt. Der aus zwölf Elementen bestehende Solarmodulfächer entfaltet sich automatisch früh am Morgen bei Sonnenaufgang und bewegt sich tagsüber horizontal und vertikal, wobei er kontinuierlich dem Sonnenstand folgt – auch bei Bewölkung und im Winter. Damit ist die optimale Ausrichtung zur Sonne im 90°-Winkel während des gesamten Tagesverlaufs garantiert. Abends nach Sonnenuntergang faltet sich die Smartflower wieder zusammen. Im Schnitt liefert die Anlage rund 4.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und deckt damit den kompletten durchschnittlichen Strombedarf eines Haushalts. Auf der Landesgartenschau wird der erzeugte Solarstrom für die E-Werk Bühne, den E-Werk Pavillon und die Gastro am Seepark genutzt.

Im Vergleich zu konventionellen PV-Aufdachanlagen benötigt die Smartflower einen geringeren Flächenbedarf und bietet bis zu 40 Prozent mehr Ertrag. Die altbekannte Technik der Photovoltaik ist hier zu einer innovativen und futuristischen Lösung neu geformt worden. Ab einer Windstärke von 54 Kilometern pro Stunde (km/h) schwenkt die Smartflower automatisch in ihre Sicherheitsposition, um Schäden zu verhindern. Bei einer Windgeschwindigkeit von 63 km/h nimmt sie die zweite Sicherheitsposition ein, die derjenigen in der Nacht entspricht. Sie faltet sich komplett zusammen.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.e-werk-mittelbaden.de/flower-power