Zum ersten Mal Elektronikertag in Offenburg

Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Maßnahmen zur Fehlerortung gehören.

Knapp 100 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulen aus Lahr, Offenburg und Wolfach sowie Schüler umliegender Realschulen erleben heute die vielfältige Berufswelt des Elektronikers im E-Werk Mittelbaden. Informieren, ausprobieren und selbst erleben stehen im Vordergrund. Theoretisches Wissen über den Ausbildungsberuf vom Beginn bis zur Prüfung stellen Auszubildende des E-Werk Mittelbaden den Interessenten in Kurzvorträgen vor. Anschließend vermitteln Ausbilder, Ausbildungsbeauftragte und Auszubildende auf einem Parcours, der sich über das Firmengelände in Offenburg erstreckt, welche Fähigkeiten gefordert sind und zeigen Live-Situationen aus dem Arbeitsleben.

 

Live dabei sein

In Workshops führen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Montage- und Installationsarbeiten selbst aus. Mutige testen ihre Fitness und erklimmen einen circa zwölf Meter hohen Mast ausgerüstet mit Sicherheitsgurten und Steigeisen. Wer noch höher hinaus möchte, steigt in den Korb des Hybrid-Hubsteigers und genießt den Ausblick über das Betriebsgelände in 18 Metern Höhe. Wie Elektromonteure Fehler in Kabeln orten, können Interessenten im Messwagen an Monitoren sehen. Informationen zur neuen Zählertechnik „Smart Metering“, zur Arbeitssicherheit und die bei einem Energieversorger zum Einsatz kommenden Sonderfahrzeuge, wie die fahrbare Transformatorenstation oder ein Notstromaggregat sowie Unimog und Steiger, gehören zum Ausstellungsangebot dazu. Von der Montage von Schukosteckern inklusive Kupplung an ein Kabel über Geräteprüfungen bis zum Einsatz einer Wärmebildkamera reicht das rund 20 Stationen umfassende Angebot. Die Jugendlichen können sich als Erinnerung an den Tag in einer Fotobox ein Foto in Arbeitsmontur selbst anfertigen.

 

Kennenlernen auf Augenhöhe

„Unser Anspruch ist es, ein realistisches Berufsbild zu vermitteln. Da sich die Aufgaben eines modernen Energieversorgers stetig wandeln und neue Herausforderungen mit sich bringen, verwundert es heute auch nicht, dass auch in diesem Aufgabengebiet neben guten handwerklichen Fähigkeiten immer mehr IT-Kenntnisse gefordert sind. Interessierte, kommunikative, lern- und veränderungswillige Interessenten können bei uns punkten“, resümiert Bernd Harter, Personal- und Ausbildungsleiter im E-Werk Mittelbaden.
 
„Wir haben frühzeitig erkannt, wie wichtig der praktische Schnupperkurs für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber ist. Dazu gehört neben der Theorie auch die Praxis, die wir bei unserem Elektronikertag eindrücklich vermitteln können“, begründet Hubert Haller, der im E-Werk Mittelbaden die gewerblich-technischen Auszubildenden betreut.
 
Jürgen Singler, Leiter der gewerblich-technischen Ausbildung, betont, wie wichtig die Gespräche auf Augenhöhe sind: „Auf gleicher Ebene zu kommunizieren erleichtert den Einstieg ins Gespräch. Daher informieren während des Elektronikertags durchgängig unsere Azubis. Sie betreuen die einzelnen Stationen. Die Schülerinnen und Schüler können sich so direkt aus erster Hand über die Ausbildungsinhalte und das Unternehmen informieren.“