Von links: Martin Wenz, Bürgermeister Philipp Clever, Stefan Rasche, Ulrich Müller und Michael Mathuni testen die erste Schnellladesäule des E-Werk Mittelbaden auf dem Parkplatz der Marktscheune in Berghaupten

Berghaupten, 07. September 2018. Das E-Werk Mittelbaden baut konsequent die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in der Ortenau aus. Das bisherige Angebot von insgesamt 25 öffentlichen Ladestationen erweitert sich jetzt um eine Schnellladesäule auf dem Parkplatz der Marktscheue in Berghaupten. In einer Feierstunde weihen heute Philipp Clever, Bürgermeister der Gemeinde Berghaupten, Ulrich Müller, Inhaber der Marktscheune in Berghaupten, Stefan Rasche, Geschäftsführer der Marktscheune, und Martin Wenz sowie Michael Mathuni vom E-Werk Mittelbaden die erste Schnellladesäule ein.

Die geräuscharme Ladesäule ist mit den heute üblichen Ladeschnittstellen ausgestattet, so dass alle marktgängigen Elektrofahrzeuge geladen werden können. Für die schnelle Aufladung verfügt sie über einen CCS-Anschluss (Combined Charging System) mit bis zu 50 kW Ladeleistung. Die Aufladung eines Elektrofahrzeugs von Null auf 80 Prozent dauert damit typischerweise etwa 20 bis 30 Minuten. Darüber hinaus ist noch ein Typ 2-Anschluss mit 22 kW Ladeleistung vorhanden.

Um den Ladevorgang zu starten, gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen ohne Ladekarte und ohne Vertrag, durch Scannen eines QR-Codes am Ladepunkt per Smartphone und einmaliger Registrierung auf der Website des Abrechnungsdienstleisters. Dann kann der Ladevorgang direkt gestartet und abgerechnet werden. Zum anderen kann auch eine beliebige RFID-Ladekarte oder Smartphone-App eines Partners aus dem europaweiten Roaming-Netzwerk Hubject/Intercharge genutzt werden.

Der Preis inklusive Mehrwertsteuer beträgt pauschal 7,50 € bei Nutzung des CCS-Anschlusses und 3,57 € pro Stunde mit minutengenauer Abrechnung beim Typ 2-Anschluss. Zeitgleich können bis zu zwei Fahrzeuge geladen werden.

„Uns überzeugte die Idee, dass eine Schnellladesäule für Elektrofahrzeuge an diesem Standort mehr Flexibilität sowohl für die Bürgerinnen und Bürger in der Region als auch für den Durchreiseverkehr bedeutet. Nichts liegt näher, als die heute nicht mehr wegzudenkenden Elektrofahrzeuge auch bequem während einer kurzen Kaffeepause oder des Einkaufs mit Energie speisen zu können. Und das am Besten mit Ökostrom aus der Region“, begründet Martin Wenz, E-Werk Mittelbaden, die Unternehmensentscheidung. Durch Fördermittel des Bundes konnte der Standort so vorbereitet werden, dass zukünftig bis zu zwei weitere Schnellladesäulen installiert werden können. Außerdem ist noch eine Ladestation für E-Bikes geplant, die in Kürze installiert wird.

„Und als besonderes Bonbon ist das Laden an dieser Säule bis Ende des Jahres 2018 kostenfrei“, betont Michael Mathuni, zuständig für Energiedienstleistungen im E-Werk Mittelbaden. Der Ladevorgang kann bis dahin mit einer beliebigen RFID-Ladekarte gestartet werden; es erfolgt keine Abrechnung.

„Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass es durch gemeinsame Anstrengungen gelungen ist, diese vorbildliche Projektidee innerhalb weniger Monate hier in Berghaupten umzusetzen“, betont Bürgermeister Philipp Clever. Dies sei aus seiner Sicht klar auf das herausragende Engagement der Beteiligten zurückzuführen.

Und auch Marktscheuneninhaber Ulrich Müller ist überzeugt: „Durch die Philosophie der Marktscheune, der konsequenten Vermarktung regionaler Produkte unserer Bauern vor Ort, sind die Elektroladesäulen eine ideale Ergänzung, die wir schon seit einigen Jahren angestrebt haben. Mit dem E Werk Mittelbaden und der Gemeinde Berghaupten haben wir die idealen Partner gefunden. Die Marktscheune bietet damit nicht nur regionale Produkte und Speisen an, sondern leistet darüber hinaus einen weiteren wertvollen Beitrag für die Umwelt in Form von Okostrom aus der Region. Und während für unsere Gäste draußen der Akku ihrer E-Fahrzeuge lädt, können sie in der Marktscheune ihren eigene Akku aufladen. Und konsequent weitergedacht, entwickeln wir derzeit auch für unsere Mitarbeiter ein interessante Modell: das „Dienstfahrrad“ (Businessbike). mit dem der Mitarbeiter von und zur Arbeit fährt. Ein weiterer Baustein, der zusammen mit der eigenen Stromerzeugung auf dem Dach den ökologischen Fußabdruck der Marktscheune nachhaltig verkleinert.“