E-Werk Mittelbaden treibt Breitbandausbau voran

Verlegung von Erdkabeln auf der Baustelle in Offenburg

Offenburg. In mehreren Etappen verlegt das E-Werk Mittelbaden derzeit Lichtwellenleiter zwischen dem Standort Offenburg und dem Rechenzentrum Appenweier. Mit diesem Schritt schließt das E-Werk Mittelbaden nicht nur die Lücke der sicheren Datenleitung, um Kunden an das Rechenzentrum anbinden zu können, sondern beschleunigt zusätzlich den Breitbandausbau in der Region. Die neue Glasfaserverbindung in der nördlichen Ortenau stärkt insgesamt die Internetverbindungen zwischen den wirtschaftsstarken Regionen und dient dem landkreisweiten Back-Bone-System. Die neue Datenleitung verbindet auch potenzielle industrielle und kommunale Bedarfsträger, wie zum Beispiel neue Klinikstandorte. Beginn des Projekts ist in der Kehler Straße in Offenburg. Das voraussichtliche Ende der Baumaßnahme ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Auf einer Gesamtlänge von zwölf Kilometern graben aktuell zwei Tiefbauunternehmen eine Trasse und verlegen in rund 1,20 Metern Tiefe die entsprechenden Leerrohre. „Dabei gilt es, Bahnschienen und Autobahnzubringer unterirdisch zu kreuzen. Und in Bohlsbach müssen wir den Kammbach unterqueren“, beschreibt Thomas Rauber, Projektleiter Überlandwerk Mittelbaden, die zu meisternden Anforderungen. In Offenburg erfolgt zeitgleich auf einer Länge von drei Kilometern die Verlegung von 20-kV-Erdkabeln, die die noch bestehende Freileitung ersetzen werden.

Jürgen Thoma, Geschäftsführer Leitwerk Rechenzentren Appenweier, verdeutlicht: „Ein Verbund zweier zertifizierter Rechenzentren benötigt sichere Datenleitungen. Wir haben uns bewusst für eine eigene Infrastruktur und damit für eigene Leitungen entschieden. Mit dieser Glasfaserverbindung bieten wir unseren Kunden eine singuläre Leitung, die sie mit keinem weiteren Internetprovider teilen müssen.“