Wallbox in Wolfach

Pfleger Gerhard Echle (links) zeigt Pflegedienstleiterin Ruth Kübel und ihrem Stellvertreter Michael Thau, wie leicht der Ladevorgang gestartet wird.

Seit 27. Oktober 2017 verfügt die Johannes Brenz Altenpflege in Wolfach über ihr erstes Elektrofahrzeug: einen C-Zero von Citroen. Die dafür notwendige Ladevorrichtung, eine Wallbox, hat das E-Werk Mittelbaden auf Anfrage gesponsert. Zur Wallbox gehört ein fünf Meter langes Ladekabel, das auch als Adapter dient: Auf der Anschlussseite zur Wallbox ist es mit dem genormten Typ-2-Stecker ausgestattet und auf der gegenüberliegenden Seite mit dem Typ-1-Stecker für das Fahrzeug. Um den Ladevorgang zu starten, wird die Wallbox mit einer RFID-Karte (Radio Frequency Identification Card) berührungslos aktiviert. Insgesamt gehören sechs RFID-Karten zum Sponsoringpaket des E-Werk Mittelbaden. Zusätzlich profitiert die Johannes Brenz Altenpflege vom Angebot „E>strom//Ökomobil“, das das E-Werk Mittelbaden für die ersten 100 Kunden von Ladestationen bereithält. Damit können die Elektrofahrzeuge an der Wallbox für 15 Cent pro Kilowattstunde geladen werden.

Die Johannes Brenz Altenpflege betreibt seit mehr als zwanzig Jahren einen ambulanten Pflegedienst. Neben den pflegerischen Tätigkeiten ist der Bezug zur Umwelt im Leitbild verankert. Dazu gehört der Erhalt der angenehmen klimatischen Verhältnisse im Kinzigtal. Mit dem Umstieg auf Elektrofahrzeuge kann die ambulante Pflege einen weiteren Beitrag dazu leisten. Pflegedienstleiterin Ruth Kübel und ihr Stellvertreter Michael Thau freuen sich über diesen Schritt. Das neue Elektrofahrzeug ist ein Arbeitsplatz, an und mit dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen sollen und können und ist Ausdruck eines modernen Arbeitgebers. Und ganz pragmatisch betrachtet, bleiben beim „täglichen Tanken“ die Hände sauber.  

Markus Harter, Geschäftsführer der Johannes Brenz Altenpflege: „Zunächst bedanken wir uns beim E-Werk Mittelbaden für die großzügige Unterstützung. Der Umstieg auf Elektromobilität stellt derzeit noch einen erhöhten Investitionsaufwand dar, kostet ein Elektrofahrzeug doch fast doppelt so viel wie ein vergleichbarer Verbrenner. Hinzu kommt die Ladeinfrastruktur, die am Standort erst aufgebaut werden musste. Schließlich sollen zukünftig bis zu fünf Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können. Ziel ist, die Flotte nach und nach auf die neue Antriebsart umstellen. Die täglichen Fahrzyklen im Ambulanten Dienst bieten ideale Vorrausetzungen für den Einsatz von Elektrofahrzeugen, das heißt, Tourenlängen bis circa 100 Kilometer und die Standzeiten über Nacht für den notwendigen Ladevorgang. Neben den Einsparungen beim CO2 ist noch ein weiterer Effekt bemerkenswert – das Auto bewegt sich fast völlig geräuschlos. Wer es erlebt, stellt schnell fest, wie angenehm dies ist. Aus meiner Sicht ebenfalls ein Beitrag zur Vermeidung von Emissionen und damit zum Umweltschutz. Ich freue mich, dass wir meiner Kenntnis nach der erste Pflegedienst in der Region sind, der auf Elektromobilität setzt.“

Das E-Werk Mittelbaden zählt mit zu den Pionieren der Elektromobilität in der Ortenau und betreibt neben einer Fahrzeugflotte aus Elektrofahrzeugen auch derzeit 20 Ladestationen in der Region.