Strom in der Region

Neue Heizung mit satter Förderung vom Staat

Eine neue Heizung schont die Umwelt und verbraucht weniger Energie.

Satte Förderung für die neue Heizung
26. September 2019 - Lesezeit: 3 Min

Für die Umrüstung auf energieeffiziente Lösungen, wie beispielsweise eine Wärmepumpe, stehen verschiedene Fördermittel zur Verfügung.

Staat zahlt kräftig mit bei Sanierungen

„Eine Liste der Fördertöpfe von Ländern und Kommunen kannst du online bei der Initiative CO2online einsehen“, verrät Geppert. „Frage aber unbedingt auch bei Ihrem regionalen Energieversorger nach den lokalen Förderprogrammen.“ Das empfiehlt sich auch, wenn es um die Einhaltung der notwendigen Standards geht. In Baden Württemberg müssen Sanierungen dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz entsprechen. Über die daraus entstehenden Pflichten und Erfüllungsoptionen kannst du dich online informieren, so Geppert.

Auf welche Förderungen können Sanierer zurückgreifen?

Deutschlandweit werden Heizungssanierungen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschusst. „Es gibt aber noch mehr Programme“, sagt Geppert. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) biete Förderungen an. Beispielsweise für Energiesparberatungen und einen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage. Hier findest du eine Übersicht der KfW-Fördermittel für neue Heizungsanlagen und kannst nachschauen, ob die jeweilige KfW-Förderung (Kredit oder Zuschuss) mit einer Förderung der BAFA kombinierbar ist.

Zuschüsse der KfW

Die Programme 151/152 – Energieeffizient Sanieren bieten einen zinsgünstigen Kredit für alle, die eine energetische Sanierung von Wohngebäuden sowie einzelne energetische Maßnahmen planen. Darunter fallen der Einbau einer neuen Heizungsanlage oder eine Erneuerung der Wärmeverteilung. Ganz ohne Bürokratie kommt diese Förderung nicht aus. Der Energieberater weiß: „Diesen Kredit erhälst du nur, wenn du einen Experten für Energieeffizienz hinzuziehst. Dafür kannst du mit dieser Förderung einen zusätzlichen Zuschuss zur Kredittilgung beantragen. Je nach KfW-Effizienzhaus-Standard beträgt der bis zu 27.500 Euro.“

Für Privateigentümer, die sanieren oder energetisch sanierten Wohnraum kaufen, empfiehlt sich das Programm 430 – Energieeffizient Sanieren (Investitionszuschuss). Dieser bietet einen Zuschuss zur Kredittilgung bis zu 30.000 Euro je Wohnung. „Werden bereits eine Kreditförderung über die Programme 151/152 ausgezahlt, ist eine weitere Förderung nicht mehr möglich“, bemerkt der Energieberater.

Mit dem Programm 167 – Energieeffizient Sanieren (Ergänzungskredit) fördert die KfW Sanierer, die ihre Heizungsanlagen in Wohngebäuden auf erneuerbare Energien umstellen. Das Programm gelte für zahlreiche Sanierungsmaßnahmen, so Geppert. Von thermischen Solarkollektoren über Biomasseanlagen bis hin zu Wärmepumpen und kombinierten Heizungsanlagen. Für diese Umrüstungen werde ein Kredit von bis zu 50.000 Euro Kredit genehmigt.

Der erste Schritt zur neuen Heizung ist eine Energieberatung.

Dazu rät auch Energieberater Geppert: „Für Sanierer kann es eine wertvolle Hilfe sein, den energetischen Zustand des Wohngebäudes prüfen zu lassen und ein daran angepasstes Sanierungskonzept zu erhalten.“ Auch für die Energieberatung von Wohngebäuden bietet die BAFA Förderungen an. Dieser Zuschuss beläuft sich auf 60 Prozent des zuwendungsfähigen Beratungshonorars, maximal 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohn-einheiten. Der Zuschuss wird direkt vom BAFA an den Energieberater gezahlt. Erläutert der Energieberater seinen Bericht in einer Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung, gewährt die BAFA dafür einen Zuschuss maximal 500 Euro. Darüber hinaus fördert die BAFA den Einbau hocheffizienter Heizungspumpen und den hydraulischen Abgleich von Heizungssystemen mit bis 30 Prozent der Netto-Investitionskosten, maximal aber 25.000 Euro pro Standort.

Konrad Geppert weiß, worauf du bei der Energieberatung achten solltest:

  • Frage nach einem ausführlichen Abschlussgespräch.
  • Lasse dir in jedem Fall einen schriftlichen Energieberatungsbericht ausstellen.
  • Die Rechnung sollte ein um den Zuschuss ermäßigtes Beratungshonorar ausweisen.

Wichtig: Lasse dich nur von zugelassenen Energieberatern beraten. Eine Übersicht findest du unter https://www.energie-effizienz-experten.de/.

Die Suche nach den richtigen Zuschüssen lohnt sich! Energieberater Konrad Geppert fasst für die Sanierer zusammen: „Die Recherche nach dem richtigen Fördermittel nimmt ein wenig Zeit in Anspruch. Dafür ist sie am Ende bares Geld wert.“

Foto: turnit GmbH Evi Ludwig

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