Ein neues Gerät verteilt den Strom

Vor einigen Jahren haben die Offenburger ein Stromaggregat mit 157 Kilovoltampere erhalten, das nun um den Verteiler ergänzt wurde. Die Anlage ermöglicht, den Strom aus drei Aggregaten über passende Stromanschlüsse für verschiedene Aufgaben bereitzustellen. „Dies ist wichtig, weil die Fachgruppe "Wasserschaden/Pumpen" Elektropumpen unterschiedlicher Leistungsklassen betreibt“, sagt Carsten Busam, der Ortsbeauftragte des THW. „Deshalb suchte der Förderverein des THW Offenburg Unterstützer und fragte beim E-Werk Mittelbaden“ an. Diesem Anliegen kam der örtliche Energieversorger ohne zu zögern nach. Jetzt fand die Übergabe statt.

THW Offenburg gehört bundesweit zu den leistungsstärksten Gruppen „Wasserschaden/Pumpen“

Meist bei Überschwemmungen kommt die Gruppe zum Einsatz. Das THW Offenburg betreibt unterschiedliche Pumpentypen mit einem Leistungsspektrum von 1.000 bis 15.000 Litern pro Minute. Mit einer Gesamtleistung von knapp 66.000 Litern pro Minute ist die Einheit eine der leistungsstärksten im Bundesgebiet. „Wir verfügen über ein größeres Sortiment von Pumpen als andere Ortsgruppen“, erklärt Busam, „weil wir immer wieder mal Geräte günstig erworben haben, wie etwa unsere Bergwerks-Tauchpumpen. Die wurden zuletzt zur Grundwasserabsenkung in Bergwerksschächten eingesetzt, bevor sie das THW erhielt.“ Am stärksten sind die Schmutzwasserpumpen mit eigenem Motorantrieb, die sogar Schlamm befördern.

Mit den Geräten befreit die Fachgruppe Keller, Schutzräume oder Verkehrsanlagen von eindringendem Wasser. Sie helfen auch, Wasserleitungen über längere Strecken zu errichten, etwa um Löschwasser für die Feuerwehr zu fördern. 2011 waren die Geräte auch zur Umwälzung des Gifiz-Sees im Einsatz. „Damals gab es im Kampf gegen Blaualgen eine ‚Frischwasserkur‘ für den Gifiz“, sagt Busam. „Wir haben phosphorhaltiges Tiefenwasser abgesaugt, damit sauerstoffreiches Grundwasser nachfließen konnte.“

Mit dabei die Bergungsgruppe

Der Technische Zug der Offenburger Ortsgruppe besteht aus mehreren Abteilungen. Dazu gehört auch die Bergungsgruppen, die Menschen und Tiere retten und Dinge aus Gefahrenlagen bergen. Sie führen Sicherungsarbeiten durch, leisten Räumarbeiten und richten Wege und Übergänge her. Eine Gruppe verfügt zusätzlich über schwerere Komponenten.„Damit kann sie auch dort helfen, wo höhere Leistungen oder alternative Antriebsformen nötig sind“, sagt Busam, „zum Beispiel, wenn Lärm oder Gase den Einsatz behindern oder Menschenleben gefährden.“

Gegründet wurde die Ortsgruppe Offenburg 1952. Heute sind am Stützpunkt in der Eckener Straße rund 60 Helfer aktiv. Zusätzlich engagieren sich 20 Jugendliche in der Jugendgruppe. Eingesetzt werden sie bei Katastrophen oder in Krisengebieten, daneben erbringt das THW technische Hilfeleistungen für Polizei, Feuerwehr und andere.

Bildunterschrift (von links): Über den neuen Verteiler freuen sich Michael Wälde, Zugführer und Vorstand des Fördervereins, Lothar Baier vom E-Werk Mittelbaden und André Höher, Schatzmeister des Fördervereins.

Retten, bergen ist Ehrensache
THW Ortsgruppe Offenburg

Bild: Im Probebetrieb hat sich der neue Verteiler schon bewährt. Mit ihm lassen sich unterschiedlich leistungsstarke Geräte an ein Aggregat anschließen. Die Spende wurde fast zur Hälfte vom E-Werk Mittelbaden finanziert, den Rest steuerte der Förderverein selbst bei.

 

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