Weite Strecken mit dem Elektroauto zu fahren ist für viele Leute abschreckend. Zu groß ist die Angst, plötzlich mit leerem Akku stehen zu bleiben. Mit der richtigen Vorbereitung können aber auch lange Reisen bequem gemeistert werden. Im Blog erklärt Energieberater Konrad Geppert, wie es geht.

Lange Strecken lassen sich mit einem Auto problemlos zurücklegen? Kommt drauf an. Mit einem konventionellen Auto ist das meist ein Kinderspiel, eine weite Reise mit dem Elektroauto bedarf allerdings einer guten Planung. „Das Ladenetz in unserer Region wird immer engmaschiger – daran arbeiten die Experten des E-Werk Mittelbaden“, erklärt Konrad Geppert, Energieberater des E-Werk Mittelbaden. „Doch wer weiter weg will, muss damit rechnen, dass die Ladeinfrastruktur noch nicht so lückenlos ausgebaut ist wie das Tankstellennetz und seine Reise sorgfältig organisieren“, lautet der Hinweis Gepperts. Er empfiehlt, sich rechtzeitig über die Reiseroute zu informieren. „Besonders leicht machen es uns Tools und Apps, die nicht nur das Ladenetz sondern auch wichtige Tipps zur Routenplanung bereitstellen“, verrät er weiter.

Was man beachten sollte

Vor dem Fahrtantritt sollte man sich ausgiebig mit der Route beschäftigen, damit während der Fahrt möglichst viele Ladestationen zur Verfügung stehen. Aber Vorsicht: „Die ausgesuchten Stationen müssen den richtigen Steckertyp fürs Auto haben“, merkt Geppert an. Ein CHAdeMoStecker passe zwar in einen Nissan Leaf, nicht aber in einen BMW i3. Für diesen benötigt man den in Europa am häufigsten vertretenen CCS-Standard. Bei der Planung helfen entsprechende Routenplaner, in denen Standorte und Ausrüstung der Stationen aufgelistet sind. Wer sich unsicher ist, welcher Steckertyp für das Auto benötigt wird, findet auch dazu Informationen. Auch sollte man zuhause prüfen, ob man unterwegs und am Zielort mit der eigenen Ladekarte tanken kann. „Für manche Ladestationen wird eine extra Registrierung benötigt“, erklärt der Energieexperte.

Besonders wichtig ist auch, die Ladezeit für das E-Auto nicht zu unterschätzen. Das Aufladen dauert deutlich länger als einmal volltanken. Wie lange die Ladung dauert, hängt vom Fahrzeug und der Ladesleistung an der Ladesäule ab. Für diese Zeit lohnt es sich, eine längere Pause einzulegen. Geppert rät: „Für längere Pausen lässt sich der Vorteil nutzen, mitten in der Stadt zu parken und während des Ladevorgangs zu bummeln oder essen zu gehen.“ Für ganz eilige Autofahrer gibt es Schnellladestationen, die inzwischen an vielen Autobahn-Raststätten aufzufinden sind.

Apps und mobile Helfer

Für alle, die schon unterwegs sind, empfiehlt Geppert nützliche Apps: Mit Chargemap, Next Plug oder Wattfinder findet man auch unterwegs immer die nächste Ladestation. Für die Routenplanung und Bezahlung eignen sich die Apps Chargemap, PlugFinder und ChargeEV (beide iOS).

Auf einen Blick

  • Route mit möglichst vielen Ladestationen wählen
  • Steckertyp und Ladekonditionen berücksichtigen
  • Ladezeit mit Pausen verbinden
  • Schnellladestationen im Voraus suchen

Ladesäulen in der Region gibt es immer mehr. Wir haben den Praxistest gemacht. Lesen Sie die Erfahrungen unseres Gastbloggers.

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