3. Dezember 2019 - Lesezeit: 3 Min


Viele Studien belegen, wir verbringen viel Zeit in der Küche. Je nach Jahreszeit erscheint die Küche immer wieder in einem neuen Licht mit unterschiedlichen Stimmungen. Wenn es im Herbst und Winter eher dunkel ist, knipsen wir gerne Leuchten mit warmweißer Lichtfarbe an. Im Sommer dagegen reicht für eine optimale Beleuchtung des Arbeitsgebiets oft das Sonnenlicht aus. Wichtige Hinweise für die Lichtplanung in der Küche. Ideal ist eine Grundbeleuchtung des Raumes ab 3 000 Kelvin und mit circa 5 300 Kelvin ist der Arbeitsbereich optimal ausgeleuchtet. 

Grundbeleuchtung

Die Grundbeleuchtung ist mit dem Lichtschalter an der Tür gekoppelt. Der Raum wird ausreichend beleuchtet, um sich darin zurechtzufinden. Mit einem Stangensystem mit mehreren Strahlern lassen sich auch verschiedenen Leuchtpunkte regeln. Unser Tipp:

  • dimmbare Leuchten bevorzugen
  • zusätzlich indirekte Beleuchtung einplanen
  • Decken und indirekte Beleuchtung getrennt voneinander schalten
  • Lichtfarbe warmweiß bis neutralweiß mit rund 3 000 Kelvin
Arbeitsplatzbeleuchtung

Wo gearbeitet wird, kann es nicht hell genug sein. Deshalb keine indirekte Beleuchtung wählen, sondern oberhalb des Arbeitsbereichs eingebaute Spots, Strahler oder ähnliches nutzen. Ganz wichtig: Auf Schattenbildung achten!

  • LED-Leuchten einsetzen, da sie langlebig und energiesparend sind
  • Leuchten blend- und schattenfrei installieren
  • Lichtfarbe neutralweiß mit 5 3000 Kelvin

Licht schafft nicht nur Wohlfühlatmosphäre, sondern kann aktiv Gutes für Gesundheit tun. Beim konzentrierten Arbeiten mit scharfen Messern und Geräten müssen sich zwangsläufig die Augen mehr anstrengen. Ist die Beleuchtung schlecht, kann dies schnell zu Kopfschmerzen führen. Es birgt aber noch weitere Risiken, erklärt Geppert: „Unzureichende Beleuchtung kann sogar Fehlhaltungen begünstigen. Um Dinge besser erkennen zu können, beugen wir uns beispielsweise nach vorne.“ So nehmen wir beim Kochen oft unnatürliche Haltungen ein. Um das zu verhindern, rät Energieexperte Geppert: „Setzen Sie auf einen Mix aus direkten und indirekten Lichtquellen. Das ist für die Augen am angenehmsten.“

Appetitliche Lichtfarben lassen das Obst und Gemüse frisch aussehen

Damit das Gemüse möglichst knackig und das Obst besonders frisch aussieht, ist Licht mit einem natürlichen Farb-Wiedergabewert wichtig. Mehrere Lichtquellen sind der Schlüssel, erläutert Geppert. Der Energieexperte erklärt die passenden Werte: „Mit einem Ra-Wert von mindestens 90 erstrahlen die Lebensmittel in appetitlichen Farben. Daneben sollten Arbeitsflächen zum Wohle der eigenen Sicherheit hell beleuchtet sein. Helles Licht von oben mit mindestens 5300 Kelvin sorgen für einen übersichtlichen Arbeitsbereich.“ So können auch scharfe Küchenutensilien sicher verwendet werden.

LED-Lampen eignen sich dafür ideal. Beim Lampenkauf findet man auf der Verpackung zahlreiche Angaben über das jeweilige Exemplar. Aber was bedeuten sie genau? Konrad Geppert erklärt: „Lampen erzeugen unterschiedliche Lichtintensitäten und geben Farben unterschiedlich wieder. Kelvin ist die Maßeinheit für die Lichtfarbe. Je höher der Wert, desto weißer das Licht.“ Während Farbtemperaturen zwischen 2500 und 3000 Kelvin (K) sehr warmes Licht spenden, sind Werte über 5300 K tageslichtweiß. „Kerzen sind ein gutes Beispiel. Sie haben unter 2000 Kelvin und leuchten angenehm warmweiß“, fügt Geppert hinzu. Der Ra-Wert gibt an, wie Farben im jeweiligen Licht erscheinen. Bei einem hohen Wert werden die Farben naturgetreu wiedergegeben. Referenzwert dafür ist das Sonnenlicht mit einem Ra-Wert von 100. Energiespar- oder Kompaktleuchtstofflampen können Farben nicht gut wiedergeben. Besser eignet sich dafür LED-Technik. Nur bei feinen Lichtnuancen haben Halogenlampen noch die Nase vorn. Dafür fressen sie aber mehr Strom und halten im Schnitt nur zwei Jahre.

„Mit LED-Lampen holen Sie sich echte Allrounder ins Haus“, erklärt Geppert. „Sie sind langlebig, stromsparend und mit sieben bis zehn Euro mittlerweile auch erschwinglich.“

© trurnit GmbH

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